NASCAR Whelen Euro Series

Kris Richard: “Einfache NWES-Autos machen sehr viel Spaß”

Michael Großgarten

Kris Richard feierte mit Marko Stipp Motorsport am Autodromo di Vallelunga sein EuroNASCAR-Debüt – Die Charakteristik der Autos hat es ihm angetan

Man nehme einen V8-Motor, Hinterradantrieb, eine manuelle Vier-Gang-H-Schaltung und keine elektronischen Hilfen, dann bekommt man ein Rennauto, das laut Tourenwagen-Spezialist Kris Richard großen Spaß macht. Der Schweizer feierte beim Auftakt der NASCAR Whelen Euro Series (NWES) 2020 am Autodromo di Vallelunga für Marko Stipp Motorsport sein Debüt in der Klasse.

“Es war sehr interessant”, so Richard gegenüber ‘Leadlap.de’ über sein erstes NWES-Wochenende. “Es ist erstaunlich, wieviel Spaß es macht, mit Autos, die so einfach aufgebaut sind, zu fahren. Die Kosten werden in der Serie relativ niedrig gehalten im vergleich zu anderen Kategorien.”

Außerdem lobt Richard die Konkurrenz in der EuroNASCAR-2-Meisterschaft, die “sehr stark” und “dicht beieinander” sei, so der Schweizer. “Es hat mir großen Spaß gemacht”, lautet das Fazit des 25-Jährigen, der für Marko Stipp Motorsport den Chevrolet Camaro mit der Startnummer 48 pilotiert hat.

Im ersten Rennen kam Richard auf einem soliden sechsten Platz ins Ziel, mit dem er “sehr zufrieden” ist. Zuvor hatte das deutsche Team noch eine beeindruckende Leistung erbracht: Im Training gab es einen Motorschaden, weshalb der V8 ausgetauscht werden musste. Trotz der geringen Zeit, das Auto auf Vordermann zu bekommen, war der Camaro letztlich konkurrenzfähig.

Credits: Michael Großgarten

“Ich habe das Auto und das Team nicht gekannt, deshalb kann ich mit einem sechsten Platz ganz zufrieden sein”, sagt Richard, der außerdem den dritten Platz in der Rookie Trophy holte. Im zweiten Rennen wurde er in einen Crash mit der US-Amerikanerin Julia Landauer verwickelt. “Das war natürlich ärgerlich. Ich bin kurz vor Rennende wegen der Kollision ausgefallen. So ist das halt, das kann man nicht ändern.”

Doch die NWES hat den talentierten Rennfahrer angefixt: “Ich möchte in der NASCAR Whelen Euro Series wieder Rennen fahren”, bestätigt Richard. “Ich weiß aber nicht, ob es noch in diesem Jahr klappt.” Aufgrund der COVID-19-Pandemie haben es Rennfahrer schwer, über Sponsoren die Budgets zusammenzubekommen.

“Da hatte ich vergangenes Jahr deutlich bessere Karten”, erklärt er. Deshalb möchte Richard die Entwicklung im kommenden Jahr abwarten und dann in der offiziellen europäischen NASCAR-Serie wieder angreifen. Einen ersten guten Eindruck hat er definitiv hinterlassen.

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