NASCAR Whelen Euro Series

Mit drittem Team am dritten Rennwochenende: Deodhar holt erstes Podium

Michael Großgarten

Advait Deodhar hat mit CAAL Racing in Brands Hatch sein erstes NWES-Podium geholt – Der Inder mischt im Kampf um den ELITE-2-Titel mit

Obwohl Advait Deodhar eine turbulente Saison erlebt, steckt der Inder mitten im Titelkampf in der ELITE-2-Meisterschaft der NASCAR Whelen Euro Series (NWES). In Brands Hatch, dem dritten Event der Saison 2019, fuhr er bereits für das dritte Team. Nach seinen Einsätzen für Dexwet-df1 Racing und Speedhouse64 übernahm er dieses Mal die Startnummer 31 von CAAL Racing.

Am Samstag schrieb Deodhar NWES-Geschichte: Er ist der erste Inder, der es geschafft hat, auf dem Podium zu stehen. Sailesh Bolisetti, der im Jahr 2013 in der NWES an den Start ging, war der erste Inder in der EuroNASCAR. Er schaffte es aber nicht, in die Top 3 zu fahren. Deodhar landete nach einem starken Samstagsrennen auf Platz zwei der ELITE-2-Division.

„Es war ein fantastisches Wochenende“, sagt Deodhar gegenüber ‚leadlap.de‘. „Ich war wieder mit einem neuen Team unterwegs. Es hat sich alles erst in letzter Sekunde geklärt, rund 40 Stunden, bevor ich nach Brands Hatch gereist bin. CAAL Racing ist ein Meisterteam und ich habe mich sofort wohl gefühlt. Das Auto war von vorne herein wirklich gut eingestellt.“

Foto: Michael Großgarten

Das Auto habe sich völlig anders verhalten, als die Autos von Dexwet-df1 Racing und Speedhouse64, berichtet der 29-Jährige. „Das Auto war im Vergleich will steifer und deshalb musste ich meinen Fahrstil erst einmal anpassen“, sagt er. „Ich war an die Setups der anderen Teams gewöhnt. Das Qualifying lief gut, aber ich denke, dass ich etwas schneller hätte sein können.“

Deodhar startete in der fünften Runde der ELITE-2-Meisterschaft von Platz acht. Er erwischte zwar keinen guten Start, kämpfte sich dann aber immer weiter nach vorne. Nach einigen intensiven Zweikämpfen überquerte er die Ziellinie letztendlich auf Platz drei. Da Scott Jeffs für seine Attacke gegen Vittorio Ghirelli bestraft wurde, erbte der Inder die zweite Position. Auf Platz eins landete Lasse Sörensen, der vom letzten Platz gestartet war.

„Lasse hat einen unglaublichen Job gemacht“, kommentiert Deodhar die Leistung des Dänen. „Von ganz hinten auf Platz eins zu fahren, ist einfach phänomenal. Für mich war es fantastisch, hier auf das Podium zu fahren. Ich lebe in London und deshalb ist es für mich quasi das Heimrennen. Meine Freunde und Arbeitskollegen waren alle hier dabei.“

Am Sonntag landete Deodhar auf einem soliden sechsten Platz. Das waren wichtige Punkte in der Meisterschaft, in der er nach dem Rennwochenende in Brands Hatch auf Platz drei liegt. Ihm fehlen gerade einmal 24 Punkte auf Tabellenführer Giorgio Maggi, der seine Führung in Großbritannien verteidigte. „Es war ein solides Rennen“, sagt Deodhar. „Ich bin vielleicht etwas zu aggressiv unterwegs gewesen. Das ist nicht gut, wenn die Reifen schon abgenutzt sind.“

Ob Deodhar am Autodrom Most am 29. und 30. Juni an den Start gehen wird, ist noch unklar. „Ich arbeite mit allen Mitteln daran, das Budget zusammen zu bekommen“, erklärt er. „Ich möchte natürlich in Tschechien starten, das steht aber noch in den Sternen.“ Es ist das erste Mal, dass die NWES in Osteuropa starten wird.

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