NASCAR-Siegesserie hält an: Hocevar gewinnt Texas-Truck-Rennen vor Kyle Busch

NASCAR-Siegesserie hält an: Hocevar gewinnt Texas-Truck-Rennen vor Kyle Busch
Foto: NASCAR Media / Tim Heitman/Getty Images

Carson Hocevar gewann beim Rennen der NASCAR Truck Series in Texas vor Kyle Busch – Der Spire-Pilot setzte sich in der Verlängerung gegen den Cup-Veteranen durch

Carson Hocevars Erfolgsserie reißt nicht ab. Nachdem das junge Talent in Talladega seinen ersten Sieg in der NASCAR Cup Series feierte, legte der Spire-Pilot nun in der Truck Series nach: In Texas sicherte er sich den Sieg in der dritten Liga und verwies dabei Cup-Konkurrent Kyle Busch auf den zweiten Platz.

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In einer spannenden Schlussphase in Fort Worth setzte sich Hocevar in der einzigen Verlängerung durch und überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von 0,730 Sekunden vor Busch. Mit diesem sechsten Truck-Erfolg seiner Karriere revanchierte sich der Fahrer in der 77 für das Rennen in Atlanta im Frühjahr 2026, als er sich Busch noch um hauchdünne 0,114 Sekunden geschlagen geben musste.

Hocevar dominierte das Geschehen weite Strecken, sicherte sich den Sieg im zweiten Segment und führte das Feld insgesamt 76 Runden lang an. Polesetter Ben Rhodes hingegen entschied die erste Stage für sich und kam auf 41 Führungsrunden.

„Es ist unglaublich – was für ein spaßiges Rennen“, schwärmte Hocevar, als er auf der Zielgeraden aus seinem Truck kletterte. „Wir mussten das Ergebnis von Atlanta offensichtlich umdrehen, wieder dieses Eins-gegen-Eins mit Kyle. Ich habe gesehen, wie er unzählige Truck-Rennen gewonnen hat, und es fühlt sich einfach gut an, seiner Siegesserie hier in Texas endlich ein Ende zu setzen.“

Foto: NASCAR Media / James Gilbert/Getty Images

Aufholjagd von Kyle Busch

Für Busch verlief der Abend kämpferisch, aber unglücklich. Zuvor hatte er alle vier Starts in der Truck Series in Texas gewonnen, diesmal warf ihn jedoch ein früher Kontakt mit der Mauer zurück. Erst durch eine Gelbphase, die durch einen Unfall von Cole Butcher in der 51. Runde ausgelöst wurde, kam er wieder in die Führungsrunde zurück.

Trotz der Aufholjagd, bei der er sich wieder an die Spitze kämpfte, blieb ihm der 69. Sieg in der Truck Series verwehrt. „Wir hatten einen ereignisreichen Abend“, resümierte der Cup-Meister von 2015 und 2019. „Der Start war alles andere als ideal. Das Auto war sehr unruhig auf der Hinterachse, und wir mussten viele Anpassungen vornehmen, um überhaupt konkurrenzfähig zu sein. Als wir den letzten Reifensatz aufzogen, waren wir richtig schnell und das Gefühl war gut.“

Trotz der Niederlage zeigte sich der Routinier gewohnt professionell: „Ich hatte den ganzen Abend mit dem Grip zu kämpfen, aber mein Crew-Chief Brian Pattie und die Jungs haben die richtigen Entscheidungen getroffen. Natürlich wäre ich gerne in der Victory-Lane gestanden, aber es ist schön zu sehen, dass ein Teamkollege dort ist und seine Chance nutzt. Er hat jetzt einen Sieg, ich habe einen – damit steht es unentschieden.“

Foto: NASCAR Media / Tim Heitman/Getty Images

Pech für Ruggiero

Beim finalen Overtime-Restart in Runde 171 führte zunächst Gio Ruggiero das Feld an. Doch in einem packenden Dreikampf in der letzten Runde verlor der 19-Jährige an Boden, während Hocevar die Lücke nutzte, um in Führung zu gehen.

Im Duell um Rang zwei geriet Ruggiero mit Layne Riggs aneinander, wodurch sein Truck leicht quer zur Strecke kam. Durch diesen Schwungverlust fiel der 19-Jährige bis auf Rang 17 zurück.

„Ich meine, wir haben das Rennen verloren, also gibt es in dieser Hinsicht eigentlich nichts Positives“, erklärte Ruggiero erschöpft. „Aber wie gesagt: Unser Truck war schnell, und das ist immer viel wert. Es hat gutgetan, dort vorne mit Hocevar und Kyle mitzuhalten. Die beiden sind auf diesem Niveau offensichtlich extrem stark.“

Hinter Hocevar und Busch sicherte sich Kaden Honeycutt den dritten Platz, gefolgt von Brandon Jones und Polesetter Rhodes auf den Rängen vier und fünf. Die nächste Chance für die Piloten der NASCAR Truck Series bietet sich am Freitag, den 8. Mai. Dann rücken wieder die Rundkursspezialisten in den Fokus, wenn der nächste Lauf in Watkins Glen im Bundesstaat New York ausgetragen wird.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.
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