Nervenkrieg beim O’Reilly-Rennen in Texas: Kyle Larson besiegt Justin Allgaier

Nervenkrieg beim O’Reilly-Rennen in Texas: Kyle Larson besiegt Justin Allgaier
Foto: NASCAR Media / James Gilbert/Getty Images

Kyle Larson gewann das Rennen in Texas knapp gegen Justin Allgaier – Der Kalifornier hielt dem massiven Druck seines Teamkollegen im finalen Sprint bis zum Zielstrich stand

Obwohl ihm Justin Allgaier über den gesamten, 17 Runden langen Schlusssprint Kyle Larson dicht im Nacken saß, ließ sich der zweimalige NASCAR-Cup-Series-Champion nicht aus der Ruhe bringen. Souverän fuhr der Kalifornier in Texas seinen 18. Sieg in der NASCAR O’Reilly Auto Parts Series ein.

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Am Ende war es ein hauchdünner Vorsprung von lediglich 0,293 Sekunden, der Larson den Sieg sicherte. Allgaier hatte sich zwar unnachgiebig an seine Fersen geheftet, fand jedoch keinen Weg an der blauen 88 vorbei.

„Ohne Kontakt gab es wohl keine Möglichkeit, an ihm vorbeizukommen. Ich habe wirklich alles versucht, aber am Ende hat es leider nicht ganz gereicht“, gab ein enttäuschter Allgaier zu, der in dieser Saison bereits drei Siege verbucht. „Ein Doppelsieg für JR Motorsports ist natürlich eine große Sache, aber ich werde mir das Rennen noch oft ansehen, um herauszufinden, was ich hätte besser machen können.“

Sogar der spätere Sieger selbst hatte zwischenzeitlich Zweifel, ob er dem Druck seines Teamkollegen standhalten könne. „Ich dachte eigentlich nicht, dass ich mit Justin hinter mir eine Chance hätte“, beschrieb Larson die Schlussphase. „Er war extrem stark und kam mir nach dem Green-Flag-Stop in Runde 145 auf dem Long-Run gefährlich nahe.“

Foto: NASCAR Media / Logan Riely/Getty Images

Gelbphase bringt Entscheidung

Die entscheidende letzte Gelbphase des Rennens wurde durch Rajah Caruth ausgelöst, was den Long-Run unterbrach. Nach einem Übersteuern auf der Gegengeraden touchierte er leicht die Außenmauer und drehte sich anschließend in Richtung Infield weg.

Beim folgenden Restart teilten sich Brandon Jones und Larson die erste Startreihe, während Allgaier direkt hinter dem Kalifornier lauerte. Sofort nach der Freigabe klebte Allgaier am Heck der Startnummer 88 und wich Larson bis zur Ziellinie nicht mehr von der Seite.

„Ich hatte gehofft, in der ‚Clean-Air‘ vorne wegzuziehen, so wie mir das zu Beginn von Stage 3 gelungen war“, erklärte Larson, dessen Strategie nur bedingt aufging. „Aber Justin schaffte es, direkt hinter mir zu bleiben und konnte dort viele verschiedene Linien fahren. Ich habe alles versucht, um ihm die Luft von der Front zu nehmen, während ich gleichzeitig versuchte, die Kurven sauber zu erwischen. Trotzdem kam er immer näher.“ Larson unterstrich jedoch das faire Verhalten seines JR-Motorsports-Kollegen: „Ein großes Danke an ihn für das saubere Racing – das war ein großartiger Sprint bis zum Ende.“

Foto: NASCAR Media / Logan Riely/Getty Images

Geldbonus für Brent Crews

Hinter dem Führungsduo sicherte sich Sam Mayer den dritten Platz, direkt vor Neuling Brent Crews. Dieser durfte sich über ein besonderes Highlight freuen: Als bestplatzierter fahrberechtigter Pilot im letzten „Dash-4-Cash“-Event der Saison sicherte er sich einen Bonus von 100.000 US-Dollar.

Die Top 10 komplettierten Parker Retzlaff auf Rang fünf, gefolgt von Sheldon Creed, Austin Hill, Jones, Jesse Love und Jeremy Clements.

Insgesamt dominierte das Geschehen über 93 Runden, während Allgaier (54 Führungsrunden) die erste 45-Runden-Stage per Start-Ziel-Sieg für sich entschied. Connor Zilisch sicherte sich Segment 2, fiel jedoch in der Endabrechnung bis auf Rang 21 zurück.

Vorher sorgte er jedoch noch mit Larson und Crews in Runde 105 für das spektakulärste Manöver des Laufs. Das Trio jagte zu dritt nebeneinander durch Kurve vier und berührte sich dabei mehrfach, bevor Larson schließlich die Führung übernahm. Dass alle drei Fahrzeuge

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.
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