Vom Kartsport in die EuroNASCAR: Julian Vanheelen aus Österreich im Portrait

Vom Kartsport in die EuroNASCAR: Julian Vanheelen aus Österreich im Portrait
Credits: Michael Großgarten / Leadlap.de

Julian Vanheelen hat es vom Kart und dem Simulator in die EuroNASCAR-Club-Challenge geschafft – Nebenbei geht der 17-Jährige noch zur Schule

Jeder hat irgendwann einmal klein angefangen. Das gilt im Motorsport genauso wie im Fußball. Entsprechend hat sich auch Julian Vanheelen erst im Kartsport bewiesen und ist anschließend in verschiedenen Serien mit Tourenwagen gefahren, ehe er in der EuroNASCAR gelandet ist. Dort startet er in der Club Challenge – der Gleichmäßigkeitsprüfung – für Not Only Motorsport.

Wie viele andere junge Nachwuchspiloten gehört auch der 17-Jährige zu einer Generation von Fahrern, die längst nicht mehr nur auf realen Strecken fahren. “Ich komme aus einem Simulator und habe ziemlich viel Assetto Corsa und rFactor 2 gespielt”, erzählt Vanheelen gegenüber ‘Leadlap.de’.

In seiner Heimat in St. Pölten hat der Not-Only-Motorsport-Pilot dafür einen Rennsitz mit Lenkrad, Pedalen und Schalthebel stehen. Über die Jahre ist Vanheelen so eine Vielzahl an Autos gefahren. Unter anderem auch die EuroNASCAR-Fahrzeuge, um sich auf die Events der Club Challenge vorzubereiten.

So hat er etwa Rennen mit 40 anderen Fahrern in Vallelunga simuliert. Der Grund: Wie jeder Rennfahrer liebt es auch der 17-Jährige, sich mit anderen Piloten zu messen. In der Club Challenge möchte sich der junge Nachwuchspilot nun erst mal an die EuroNASCAR-Autos gewöhnen, ehe er ins kompetitive Feld einsteigt.

Doch warum fährt er so gerne Rennen? “Der Reiz für mich ist einfach, dass ich mich dabei ziemlich frei fühle”, sagt Vanheelen. Es sei ein ähnliches Gefühl, wie wenn er in einem Flugzeug sitzt. Zudem mag er das Gefühl, wenn das Adrenalin durch den Körper schießt und man “mehr oder weniger furchtlos wird und dann ebenso Bremsmanöver macht, wie in der letzten Sekunde zu bremsen und keine Angst davor hat, dass man dann vielleicht in die Barriere hinein kracht”.

Credits: Michael Großgarten / Leadlap.de

Überhaupt geht der 17-Jährige gerne über sein Limit hinaus, auch bei anderen Sportarten, wie zum Beispiel Laufen. Zeitgleich betrachtet er seine eigenen Leistungen immer kritisch und schaut, wo er sich noch verbessern kann.

In der EuroNASCAR ist er jedoch eher zufällig gelandet. Beim Kart fahren hat er seinen Manager Robert Wagner kennengelernt, der auch Alina Loibnegger vertritt. “Deswegen habe ich dann einen guten Weg in die EuroNASCAR bekommen und dadurch, dass ich die EuroNASCAR schon gekannt habe, weil ich auch NASCAR in Amerika sehr mag und verfolge, habe ich mir gedacht, dass das eine coole Optionen ist und dass ich diesen Weg einschlagen will”, sagt Vanheelen, der sich auch sehr für US-Muscle-Cars interessiert.

Neben dem Klang der EuroNASCAR-Autos gefällt dem 17-jährigen Nachwuchspiloten auch die Atmosphäre in der Serie: “Du wirst gleich mal willkommen geheißen. Es ist nicht so, dass du da hinkommst und gleich verspottet wirst. Du bist da nicht der Neuling, der deswegen nicht da hingehört.”

Doch Vanheelen beschäftigt sich nicht nur auf der Strecke oder im Simulator mit Autos, auch abseits davon ist das Thema immer präsent. In Mödling besucht er die Höhere Technische Lehranstalt für Fahrzeugtechnik. “Dort lerne ich Theorie zum Auto, aber auch praktisch in der Werkstatt, wie man ein Auto lackiert, den Service macht, Motoren zerlegt und so weiter.”, erklärt der 17-Jährige. Das ist Wissen, das ihm auch auf der Strecke zugutekommen kann.

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Simon Mones und André Wiegold