Wetterkapriolen und Courtney-Triumph: Turbulentes Wochenende der World of Outlaws
Die World of Outlaws Sprint Car Series kämpfte am vergangenen Wochenende mit widrigsten Bedingungen – Lediglich eines der geplanten Rennen konnte trotz des Wetterchaos ausgetragen werden
Die Bilanz begann düster: 90 Prozent Regenwahrscheinlichkeit und schwere Gewitter zwangen die Veranstalter dazu, den Lauf am Freitag auf dem Jacksonville Speedway abzusagen. Während händeringend nach einem Nachholtermin gesucht wird, stand auch das Rennen auf dem Tri-State Speedway am Samstag unter keinem guten Stern. Erst am Sonntag zeigte der Wettergott ein Einsehen mit den Dirt-Track-Stars und ermöglichte zumindest einen Renntag.
Tyler Courtney behielt im Chaos den besten Überblick. Von Startplatz vier aus kämpfte er sich im Feature kontinuierlich nach vorne. Bereits bei einem frühen Restart zog er an Sheldon Haudenschild vorbei und übernahm die Spitze. Doch ein Konkurrent gab sich nicht kampflos geschlagen: Michael „Buddy“ Kofoid. Nachdem er im Verlauf des 40 Runden langen Rennens zunächst bis auf Rang zehn zurückgefallen war, startete er eine furiose Aufholjagd.
In Runde 14 hatte sich Kofoid bereits auf den dritten Platz vorgearbeitet, fünf Umläufe später übernahm er Rang zwei. Es folgte ein intensiver Schlagabtausch um den Sieg, bei dem Courtney und Kofoid im Überrundungsverkehr mehrfach die Führung tauschten. In der letzten Runde gipfelte das Duell in einer Kollision, die Kofoids Hoffnungen jäh beendete. Beim anschließenden „Green-White-Checkered“-Restart verteidigte Courtney seine Position gegen Emerson Axsom und sicherte sich den Sieg.
„Ich habe versucht, die Innenbahn zu halten“, erklärte Courtney den Kontakt mit Kofoid. „Es gab eine Berührung, aber er ist von der äußeren Linie sehr hart nach innen gezogen. Wir haben schlicht um den Sieg gekämpft.“ Für Courtney war es der sechste Erfolg in der Serie und der zweite auf dem Tri-State Speedway. Kofoid hingegen wurde nach dem Zwischenfall nur auf Platz 19 gewertet, bleibt in der Tabelle jedoch Gesamtdritter hinter dem Führenden David Gravel.
Kofoid zeigte sich nach dem Rennen sichtlich frustriert: „Das war nicht das erste Mal, dass es so eng wurde. In zwei oder drei Situationen bin ich sauber an ihm vorbeigekommen, nur um zu sehen, wie er mich fast in die Mauer drückt. Er hat mich mehrfach kurz vor den Kurven geschnitten. Ich weiß nicht, was ich sagen soll – ich bin gegen ihn absolut fair gefahren.“
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





