NASCAR Whelen Euro Series

Ander Vilarino nach zwei Siegen: “Danach war es nur noch ein Alptraum”

NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard

NWES-Rückkehrer Ander Vilarino ist mit den Ergebnissen in der EuroNASCAR-Saison 2020 nicht zufrieden – Der Spanier will die Meisterschaft gewinnen

Beim Saisonauftakt der NASCAR Whelen Euro Series (NWES) 2019 waren alle Augen auf Rückkehrer Ander Vilarino gerichtet. Der dreimalige NWES-Champion kehrte nach einer dreijährige Pause in die Serie zurück und heuerte bei Racing Engineering an. Nach zwei Siegen auf heimischen Boden in Valencia, gelang es Vilarino nicht, an der Spitze der EuroNASCAR-Pro-Meisterschaft [damals noch ELITE-1-Division] mitzuhalten.

Letztendlich landete Vilarino auf dem fünften Platz der Gesamtwertung. Er sicherte sich zwei Siege, eine Pole-Position, fünf Top-5- und neun Top-10-Ergebnisse. Vilarino ist aber hungrig auf mehr: “Racing Engineering ist ein Siegerteam und auch ich bin ein Gewinner. Wir haben die ersten beiden Rennen der Saison gewonnen, aber danach war es nur noch ein Alptraum”, sagt er gegenüber ‘Leadlap.de’. “Wir waren nicht mehr schnell genug und ich weiß gar nicht warum. Wir haben wirklich alles versucht.”

Foto: Frank Reipen

“Als Fahrer und Teil des Teams in dieser Saison akzeptiere ich dabei meine Verantwortung dafür, keine Lösung für das fehlende Tempo im Auto gefunden zu haben”, fügt er hinzu. Racing Engineering musste sich an das neue Umfeld erst einmal gewöhnen, hat aber einen guten Job gemacht und schnell eine solide Pace gefunden. Weitere Siege waren für die Spanier aber nicht mehr drin.

Das Level ist höher

Seit Vilarinos letztem Rennen vor seiner Pause im Jahr 2015 ist das Level in der NWES gestiegen: “Es ist sehr hoch, wie immer in dieser Meisterschaft. Ich hätte gerne ein Auto gehabt, um wie in den ersten Rennen vorne mitzukämpfen. Das war aber nicht der Fall. Für die Meisterschaft ist es gut, am Ende der Saison drei junge Fahrer in den Top 3 zu haben.”

“Das zeigt, wie groß das Interesse der jungen Fahrer an der Serie ist”, erklärt Vilarino. “Für mich war es gar nicht so schlecht, nach so einer schrecklichen Saison auf Platz fünf gelandet zu sein.” Mathematisch hatte Vilarino noch bis zum letzten Rennwochenende die Chance, seinen vierten NWES-Ring zu holen. Jedoch war er zu weit abgeschlagen, um den neuen EuroNASCAR-Champion Loris Hezemans noch herauszufordern.

2020 und die neue NWES

Seit seiner Rückkehr hat es laut Vilarino keine großen Veränderungen in der NWES gegeben: “Es gibt keine großen Unterschiede. Die Autos sind eigentlich die gleichen, nur die Stoßdämpfer und Reifen sind etwas anders. Die Serie ist attraktiv für Strecken, Teams, Fahrer und Fans. Für mich war die größte Umstellung, mit einem neuen Team zu starten.”

Im Jahr 2020 will sich Vilarino einer neuen Herausforderung stellen: “Ich würde gerne wieder in der EuroNASCAR starten, aber das hängt von den gegebenen Bedingungen ab. Es ist die unterhaltsamste und beste Meisterschaft, in der ich je angetreten bin. Ich weiß nicht, ob Racing Engineering zurückkehren wird, aber wenn ich es tue, dann nicht mit diesem Team.”

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