Der deutsche Rennfahrer Hans-Jürgen Hummen debütiert 2016 in der Late Model V8 (LMV8) Oval Series auf dem Raceway Venray. Der Rookie fährt erstmals Rennen auf der halbe Meile der niederländischen Motorsportarena. Mit leadlap.de sprach er über seine ersten Erfahrungen im Oval.

André Wiegold: „Was ist dein Ziel als Rookie in der LMV8 Oval Series 2016?“

Hans-Jürgen Hummen: „Mir geht es ums Fahren, denn ich habe Spaß am Fahren. Mir ist das Ankommen in diesem Jahr viel wichtiger als die Platzierung. Ich versuche in die Lücken rein zu kommen, in denen es möglich ist zu überholen und ich versuche es nicht mit brachialer Gewalt.

„Viele meiner Rennfahrerkollegen fragen mich wie es mir geht oder ob ich nervös bin. Meine Antwort lautet: Ich versuche mich immer für jedes Rennen zu konzentrieren, mein Ziel vor den Augen zu haben und das ohne jegliche Anspannung. Nur wenn Dinge, die eigentlich Routine sind und ich nicht beeinflussen kann, nicht funktionieren, reagiere ich meist überzogen. So bin ich halt“, sagte er mit einem Lächeln.

„Ich möchte die nächsten Läufe ganz ruhig angehen und schauen, ob ich noch den einen oder anderen Platz gut machen kann.  Meine Taktik ist, mich aus Problemen herauszuhalten und sie geht zurzeit gut auf, auch weil ich mit meinem Training meine Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit steigere. Ich habe damit Top-10-Platzierungen erreicht und bin damit sehr zufrieden.“

André Wiegold: „Wie verlief für dich das Pfingstwochenende auf dem Raceway Venray?“

Hans-Jürgen Hummen: „Am Sonntag lief alles sehr chaotisch. Von der Startaufstellung bis hin zum Einlaufen, es war ein totales Chaos. Es war sehr schade, dass ich zwei Mal erwischt worden bin. Einige Fahrer verstehen nicht, dass man bei gelb mit verzögerter Geschwindigkeit weiterfährt. Einige bleiben einfach hinter dem Hindernis stehen. Man muss weiterfahren.“

© Hans-Jürgen Hummen

© Hans-Jürgen Hummen

„Es ist bedauerlich, dass mein Freund Patrick Heckhausen am Sonntag in dem großen Unfall verwickelt war. Wir als Teams sind, meines Erachtens, sehr gut aufgestellt. Er ist ein guter Fahrer. Ich fand es sehr schwierig, eine Bestrafung aufgrund des verfügbaren Videomaterials auszusprechen, aber man muss die Entscheidung der Rennleitung akzeptieren. Ich glaube, es ist für alle Fahrer wichtig, dass ein Zeichen gesetzt worden ist, denn am Sonntag waren die Rennen sehr chaotisch.“

© Volkan Avci (leadlap.de)

© Volkan Avci (leadlap.de)

„Es ist zudem wichtig, dass in der Klasse Disziplin einkehrt und ich denke, die Fahrer werden verstehen, dass man fair miteinander umgehen muss. Zudem möchte ich mich bei den zahlreichen Fans und neuen Zuschauern bedanken, die aus ganz Deutschland kamen, um mich anzufeuern.“

André Wiegold: „Wie lief das Fahrzeug während der Rennen an Pfingsten?“

Hans-Jürgen Hummen: „Das Team Hendriks hat in den vergangenen Wochen tolle Arbeit am Fahrzeug geleistet. Vielen Dank an meine neuen Mechaniker von Joep Hendriks, meinem Bruder Michael, meinem Freund Herbert, sowie meiner Frau Klaudia die immer alles tun, um das Fahrzeug optimal einzustellen. Das Auto lief gut, wir haben eine gute Basis für die Fahrwerkseinstellung gefunden.“

© André Wiegold (leadlap.de)

© André Wiegold (leadlap.de)

„Leider habe ich die schnellste Runde, die ich Ostern gefahren habe nicht wiederholt und deshalb versuchen wir, noch mehr aus dem Late Model herauszuholen. Nervig waren die Nägel, die auf der Strecke verloren wurden, weil ich mich wegen der Reifenschäden nicht an die Fahrzeugeinstellungen gewöhnen konnte.“

Das nächste Rennen der LMV8 Oval Series findet am 26. Juni auf dem Raceway Venray statt. Informationen rund um den Renntag folgen in Kürze!