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NASCAR-Weekly: Kyle Busch fliegt am Roval aus dem Meisterschaftskampf

Credits: Jared C. Tilton/Getty Images

Für den aktuellen Champion Kyle Busch ist der Traum von der Titelverteidigung beim NASCAR-Rennen am Charlotte-Roval geplatzt – Acht Piloten sind noch übrig

NASCAR Cup Series (von: André Wiegold)

Vier Fahrer sind nach dem NASCAR-Rennen am Charlotte-Roval aus den Playoffs geflogen: Kyle Busch, Aric Almirola, Austin Dillon und Clint Bowyer. Beim ersten NASCAR-Rennen auf nasser Strecke setzte sich hingegen Chase Elliott durch, der noch Chancen auf den Meisterschaftssieg hat. Der Hendrick-Fahrer gewann zum fünften Mal auf einem Rundkurs.

Erstmals wurde ein NASCAR-Cup-Rennen auf Regenreifen gestartet, da die Strecke aufgrund von Schauern noch feucht war. Der Kurs trocknete aber schnell ab, weshalb die Fahrer schnell auf Slicks wechselten. Ty Dillon (Germain Racing) setzte sich im ersten Segment durch, Ryan Blaney (Team Penske) gewann die zweite Stage. Im finalen Segment setzte sich dann Elliott gegen die Konkurrenz durch.

Credits: Jared C. Tilton/Getty Images

Der prominenteste Fahrer, der seine Chancen auf den Titel begraben muss, ist der aktuelle NASCAR-Champion Busch von Joe Gibbs Racing. Der Rennfahrer aus Las Vegas schaffte es nicht, dem Rennen seinen Stempel aufzudrücken und flog deshalb aus den Playoffs. Damit bleibt Busch in der Saison 2020 weiter sieglos.

Stewart-Haas-Fahrer Bowyer, der am Ende der Saison den Helm an den Nagel hängen wird, um bei ‘Fox Sports’ als Kommentator anzuheuern, fehlte es ebenfalls an Durchschlagskraft. Der 41-Jährige musste nach dem Rennen wegen der Erschöpfung medizinisch behandelt werden. Ebenfalls raus sind Austin Dillon von Richard Childress Racing und Bowyers Teamkollege Almirola.

Die letzten acht Fahrer, die in den kommenden drei Rennen in Kansas, Texas und Martinsville um einen Platz im Finale kämpfen, sind: Kevin Harvick (Stewart-Haas Racing), Denny Hamlin (Joe Gibbs Racing), Brad Keselowski (Team Penske), Elliott, Joey Logano (Team Penske), Martin Truex Jr. (Joe Gibbs Racing), Alex Bowman (Hendrick Motorsport) und Kurt Busch (Chip Ganassi Racing).

Fun-Fact vor den letzten vier Saisonrennen: Seit 2017 stand kein Chevrolet-Fahrer mehr im Finale der NASCAR Cup Series. Seit der Einführung des Formats im Jahr 2014 gab es nur drei Chevrolet-Piloten in den “Final 4”: Ryan Newman, Jeff Gordon und Jimmie Johnson.

Derweil hat Kyle Larson einen weiteren Schritt in Richtung NASCAR-Rückkehr gemacht. Nachdem er schon das verpflichtende Sensibilisierungstraining absolviert hatte, äußerte er sich gegenüber ‘CBS News’: “Ich verstehe, warum die Menschen denken, dass ich ein Rassist bin. Ich weiß aber, dass ich keiner bin. Ich habe aber ein rassistisches Wort verwendet.”

Diese offene Auseinandersetzung mit seinem Skandal früher im Jahr könnte für seine Rehabilitierung in der NASCAR-Welt enorm wichtig sein. Aktuell wird der 28-Jährige mit Hendrick Motorsport in Verbindung gebracht. Nachdem das Team Bowman als Johnson-Nachfolger bestimmt hat, ist das Auto mit der Startnummer 88 noch frei – das möglicherweise die Nummer 5 bekommen könnte. Wenn Chevrolet mitmacht, ist Larson ein Kandidat für das Cockpit.

NASCAR Xfinity Series (von: André Wiegold)

Credits: Jared C. Tilton/Getty Images

Das Rennen der NASCAR Xfinity Series auf dem Roval in Charlotte glich einer Kreuzfahrt mit einem V8-Schiff. Es regnete aus Kübeln, weshalb die Fahrer mit äußerst schwierigen Bedingungen zu kämpfen hatten. Dementsprechend chaotisch verlief das Rennen der zweiten NASCAR-Liga.

Kaulig-Racing-Pilot und Rundkurs-Spezialist A.J. Allmendinger setzte sich letztlich gegen Noah Gragson (JR Motorsports) und Daniel Hemric (JR Motorsports) durch. Vier Fahrer sind nach dem Rennen aus den Playoffs geflogen: Harrison Burton (Joe Gibbs Racing), Brandon Brown (Brandonbilt Motorsports), Michael Annett (JR Motorsports) und Riley Herbst (Riley Herbst).

Derweil hat sich Brandon Jones seinen Job für die Saison 2021 gesichert. Der 23-Jährige wird auch kommendes Jahr für Joe Gibbs Racing in der NASCAR Xfinity Series starten. Er hat neben Chase Briscoe (Stewart-Haas Racing), Austin Cindric (Team Penske), Justin Allgaier (JR Motorsports), Gragson, Justin Haley (Kaulig Racing), Ross Chastain (Kaulig Racing) und Ryan Sieg (RSS Racing) noch Chancen auf den Titel.

NASCAR Gander & RV Outdoors Truck Series (von: Simon Mones)

Während für die Piloten der NASCAR Cup Series und Xfintity Series am Wochenende auf dem Roval in Charlotte um die verbliebenen Plätze in den Playoffs kämpften, blieben die Motoren der Truck Series still.

Credits: Chris Graythen/Getty Images

Für Natalie Decker war es bereits das zweite freie Wochenende in Folge. Die 23-Jährige musste in Talladega aus gesundheitlichen Gründen auf den Start verzichten. „Ich habe mich überhaupt nicht gut gefühlt. Ich ging ins Infield Care Center und sie untersuchten meine Vitalfunktionen, wie sie es normalerweise tun, und ich hatte eine wirklich hohe Herzfrequenz und einen hohen Blutdruck. Sie wollten nicht, dass ich bei diesem Rennen starte und meinen Körper unter Stress setzte”, wird Decker von ‚essentiallysports.com‚ zitiert.

Am kommenden Wochenende in Kansas wird die Niece-Motorsports-Pilotin noch einmal aussetzen müssen. Aber es gibt dennoch gute Nachrichten für die Fans der 23-Jährigen. “Ich werde in Texas und Martinsville wieder im Truck von Niece Motorsport starten”, erklärt Decker auf Twitter.

Während Decker Gewissheit hat, dass sie in dieser Saison noch zweimal für Niece Motorsport starten wird, ist Zane Smith bereits einen Schritt weiter. Wie unter der Woche bekannt wurde, wird der 21-Jährige auch im kommenden Jahr für GMS Racing fahren.

In der aktuellen Saison startete Smith in bislang 19 Rennen und sicherte sich zwei Siege. 2021 wird der 21-Jährige die ganze Saison für GMS Racing bestreiten. „Es nimmt eine Menge Druck von mir, in die letzte Playoff-Runde zu gehen und zu wissen, dass ich nächstes Jahr einen Job haben werde”, freut sich Smith. ”Jetzt gibt es eine gute Art von Druck und das ist der Gewinn der Meisterschaft in meinem Rookie-Jahr. Ich kann es kaum erwarten, mit dem Wissen und der Erfahrung, die ich jetzt habe, in der nächsten Saison wieder Vollzeit dabei zu sein.”

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