Alon Day siegt beim Ercoli-Drama in Vallelunga

Alon Day siegt beim Ercoli-Drama in Vallelunga
Credits: Michael Großgarten / Leadlap.de

Alon Day und Alberto Naska haben sich am Samstag die Siege auf dem Autodromo di Vallelunga gesichert – Gianmarco Ercoli erlebte indes sein persönliches Waterloo

Für CAAL Racing hätte es wohl kaum besser laufen können: Beim Heimrennen auf dem Autodromo di Vallelunga schafften es am Samstag sowohl Gianmarco Ercoli als auch Alberto Naska auf die Poleposition. Letzterer verteidigte die Führung – zur Freude seiner zahlreich an die Strecke gepilgerten Fans – bis ins Ziel. In der EuroNASCAR PRO ging der Sieg jedoch an Alon Day, weil Ercoli das Rennen dazwischen kam.

Dabei fing es für den Italiener in der EuroNASCAR-PRO-Meisterschaft zunächst gut an. Am Start verteidigte er die Spitzenposition gegen den PK-Carsport-Piloten und setzte sich anschließend etwas ab. Auch nach der frühen Safety-Car-Phase war es zunächst der pink-schwarze CAAL-Chevrolet, der das Rennen anführte.

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Dann aber drehte Day auf und ging an seinem ehemaligen Teamkollegen vorbei. Das Drama sollte erst noch folgen. Wenige Runden später fiel Ercoli plötzlich zurück und fand sich letztlich im Kiesbett wieder. Grund dafür war ein Reifenschaden, dem auch ein großer Teil des Kotflügels zum Opfer fiel.

Day verteidigte derweil seine Führung bis ins Ziel und sicherte sich seinen 30. Karrieresieg. Es war der achte Erfolg des Israelis in Italien. “Zunächst einmal möchte ich sagen, dass es keine Rolle spielt, was in Brands Hatch zwischen mir und Ercoli passiert ist, ich denke nicht, dass er es verdient hat, das Rennen so zu beenden. Ich weiß nicht, was passiert ist, ich glaube, er hatte einen Reifenschaden. Er hat mir einen guten Kampf geliefert, und sie tun mir leid, denn ich möchte nicht auf diese Weise gewinnen”, zeigt sich Day nach dem Rennen fair.

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Besser lief es indes für Ercolis Teamkollegen Naska, der ebenfalls von der Pole ins Rennen gegangen war. Der CAAL-Pilot verteidigte die Führung im Rennen der EuroNASCAR 2 bis zum Schluss gegen Vladimiros Tziortzis und Liam Hezemans. Naska ließ sich bei seinem Heimrennen auch nicht von einer späten Safety-Car-Phase aus der Ruhe bringen.

“Man gewöhnt sich nie an die Victory Lane, nie! Es ist immer wie beim ersten Mal, und hier, vor all meinen Fans in Italien, ist das das beste Gefühl der Welt! Vor allem in einem Rennen wie diesem, in dem Tziortzis nie aufgegeben hat, musste ich von der ersten bis zur letzten Runde pushen, und meine Füße haben gebrannt. Abgesehen vom Wetter heute, kann ich mir den morgigen Tag nicht vorstellen”, sagt Naska vor seinen Fans in der Victory Lane.

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Der Sieg des Lokalmatadors sorgte auch bei dessen Fans für ausgelassene Stimmung. Noch in der Victory Lane feierte Naska seinen Sieg ausgiebig mit der gut gefüllten Tribüne. Bei der Siegerehrung gaben die Tifosi die italienische Nationalhymne in einer Lautstärke wieder, dass diese vermutlich noch in der Hauptstadt Rom zu hören gewesen sein dürfte.

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Simon Mones