Crew-Chief-Wechsel: Jeremy Bullins verlässt RFK und schließt sich Legacy Motor Club an
RFK Racing hat bekannt gegeben dass Jeremy Bullins mit sofortiger Wirkung das Unternehmen verlassen wird – Der Crew-Chief in der NASCAR Cup Series wird ab 2027 die Verantwortung am Kommandostand von Riley Herbst bei Legacy Motor Club übernehmen
Mehr als ein halbes Jahrzehnt prägte die Zusammenarbeit zwischen Brad Keselowski und seinem Crew-Chief Jeremy Bullins das Geschehen auf der Strecke. Nun gab RFK Racing bekannt, dass der erfahrene Stratege den Rennstall mit sofortiger Wirkung verlässt. Das Geheimnis um seine sportliche Zukunft war jedoch von kurzer Dauer: Wenige Tage später verkündete das NASCAR-Cup-Team run um den siebenmaligen Champion Jimmie Johnson, dass Bullins ab der Saison 2027 für Riley Herbst am Kommandostand stehen wird.
Der Wechsel zum Legacy Motor Club (LMC) markiert einen strategisch wichtigen Schritt für das aufstrebende Team. Johnson, Mitbesitzer des Rennstalls, zeigt sich von der Neuverpflichtung überzeugt: „Die Erfahrung und die Führungsqualitäten von Jeremy Bullins sind genau das, was wir für die Startnummer 84 brauchen“, erklärt der NASCAR-Champion. „Er hat auf jeder Ebene der NASCAR eine nachweisliche Erfolgsbilanz vorzuweisen. Was ihn jedoch wirklich auszeichnet, ist seine Fähigkeit, Talente zu fördern, eine Gewinnermentalität aufzubauen und Innovationen voranzutreiben. Die Kombination mit Riley schafft ein starkes Fundament für das Team der Nummer 84, um wettbewerbsfähig zu sein, sich weiterzuentwickeln und langfristige Erfolge zu feiern.“

Auch der zukünftige Pilot des Toyota Camry mit der Nummer 84 blickt der Zusammenarbeit voller Vorfreude entgegen. Für Riley Herbst ist der neue Mann am Kommandostand ein entscheidender Faktor für die kommenden Herausforderungen: „Jeremy bringt ein Maß an Erfahrung und eine Erfolgsbilanz mit, die für sich selbst sprechen“, betont Herbst. „Jemanden an meiner Seite zu haben, der Rennen gewonnen und Teams auf dem höchsten Niveau dieses Sports aufgebaut hat, gibt mir viel Selbstvertrauen für das Jahr 2027. Ich freue mich darauf, gemeinsam an die Arbeit zu gehen und mit dem Team der 84 etwas ganz Besonderes aufzubauen.“
Ein Jahrzehnt auf dem Kommandostand der NASCAR Cup Series
Mit Bullins sichert sich LMC einen der etabliertesten Köpfe der Szene. Der 49-jährige Crew-Chief blickt auf über zehn Jahre Erfahrung in der NASCAR Cup Series zurück. In der Vergangenheit war er vorwiegend für die Vorzeigeteams von Ford – darunter die Wood Brothers, Team Penske und zuletzt RFK Racing – im Einsatz.
Während seiner bisherigen Karriere am Kommandostand arbeitete er mit Fahrern wie Ryan Blaney, Jacques Villeneuve, Austin Cindric und Harrison Burton zusammen. Diese geballte Erfahrung möchte Bullins nun bei seinem neuen Arbeitgeber einbringen: „Ich bin begeistert von der Möglichkeit, mit allen bei LMC zusammenzuarbeiten und Teil dessen zu sein, was hier aufgebaut wird“, so Bullins. „Im Team passieren derzeit viele positive Dinge. Das Treffen mit Riley Herbst hat mich sehr gefreut, und es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Leidenschaft er für den Rennsport brennt. Ich kann es kaum erwarten, ihm mit meiner Führungserfahrung eine starke Basis für 2027 zu bieten.“
Lobende Abschiedsworte von RFK Racing
Trotz des plötzlichen Wechsels findet RFK Racing in einer offiziellen Stellungnahme ausschließlich positive Worte für den scheidenden Strategen. „Wir freuen uns für Jeremy und seine Familie, während er sich dieser neuen beruflichen Herausforderung widmet“, heißt es vonseiten des Rennstalls.
Der ehemalige Arbeitgeber würdigt insbesondere den großen Einfluss, den Bullins auf die Entwicklung des Teams hatte: „Jeremy war ein großartiger Teamkollege, eine Führungspersönlichkeit und ein wichtiges Mitglied unserer sportlichen Denkfabrik. Er war nicht nur eine vertrauenswürdige Stimme im Team der Startnummer 6, sondern hat durch seine strategischen Einblicke und seine historische Perspektive auch einen enormen Mehrwert in die Garage gebracht, während wir eine gemeinsame Vision für die Erfolge von RFK Racing entwickelt haben. Wir wünschen Jeremy für die Zukunft nur das Allerbeste.“
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Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.







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