NASCAR Whelen Euro Series

Deodhar trotz Höhen und Tiefen: Plane den Aufstieg in die EuroNASCAR PRO

NASCAR Whelen Euro Series / Advait Deodhar

Advait Deodhar möchte nach einer EuroNASCAR-2-Saison mit Höhen und Tiefen den Sprung in die EuroNASCAR PRO wagen

Advait Deodhar möchte der NASCAR Whelen Euro Series (NWES) treu bleiben und im Jahr 2022 in die EuroNASCAR-PRO-Meisterschaft aufsteigen. Der Inder erlebte in der Saison 2021 viele Höhen und Tiefen, fühlt sich aber bereit, es mit der Elite des europäischen NASCAR-Racings aufzunehmen. Für welches Team der 31-Jährige fahren wird, hat er noch nicht verraten.

Gegenüber ‘Leadlap.de’ sagt er: “Ich habe zu Beginn der Saison entschieden, im Jahr 2022 in die EuroNASCAR-PRO-Meisterschaft aufzusteigen, wenn ich in diesem Jahr in die Top 3 der EuroNASCAR-2-Wertung komme. Wir hätten dieses Jahr sicher um den Titel gekämpft und es in die Top 3 geschafft, wenn wir nicht so viel Pech mit Dingen gehabt hätten, die nicht in meinen Händen lagen.”

Deodhar zieht deshalb trotz eines zwölften Platzes in der EuroNASCAR-2-Wertung ein positives Fazit und plant den Aufstieg in die EuroNASCAR PRO. “Mein aktueller Plan ist, dass ich im Jahr 2022 in die EuroNASCAR zurückkommen werde, um in der PRO-Wertung zu starten. Das Ziel ist es, sofort ein Rennsieger in der Meisterschaft zu werden und um den Titel zu fahren.”

Deodhar feiert ersten Sieg

Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard

Deodhar hat im Jahr 2021 mit CAAL Racing seinen ersten NWES-Rennsieg überhaupt eingefahren. Der Inder, der in London lebt, kam auf seiner Heimstrecke in Brands Hatch auf Platz eins ins Ziel und parkte sein Auto erstmals in der Victory-Lane. “Da ist ein Traum wahr geworden”, so Deodhar. “Ich habe immer davon geträumt, nach Europa zu kommen und ein Rennen sowie eine Meisterschaft zu gewinnen.”

Das hat dem 31-Jährigen einen mächtigen Schub im Selbstvertrauen gegeben, weshalb er schon jetzt motiviert auf seine Herausforderung in der kommenden Saison blickt. Manchmal sind die höchsten Höhen und die tiefsten Tiefen unglaublich eng beieinander. Seinen ersten NWES-Sieg konnte Deodhar aufgrund einer familiären Tragödie nicht voll auskosten.

“Ich hab leider in einer Woche den Höhepunkt und Tiefpunkt meines Lebens erlebt”, erinnert sich Deodhar. “Da wurde mein Leben auf den Kopf gestellt. Ich habe nur vier Tage nach dem Rennwochenende in Brands Hatch meinen Bruder verloren. Das hatte dann auf alles einen Einfluss. Es stand sogar in den Sternen, ob ich die Saison überhaupt beenden werde. Mein Bruder hätte gewollt, dass ich weitermache und deshalb habe ich mich auch dazu entschieden.”

Der Inder vom Pech verfolgt

Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard

Doch so richtig in Fahrt kam Deodhar dann nicht mehr – meist hatte er darauf aber gar keinen Einfluss oder eine Menge Pech. “Es gab im zweiten Rennen in Most, was ich hätte gewinnen können, einen Unfall in der ersten Runde. Dann hatten wir plötzlich völlig unerwartet keine gute Pace in Kroatien, einen Crash im zweiten Rennen in Zolder und technische Probleme in Italien, die mich zweimal zur Aufgabe zwangen.”

“Ich bin die erste Person, die einen Fehler zugibt, aber das lag alles nicht in meinen Händen”, stellt der Rennfahrer aus Mumbai klar. Das hält Deodhar aber nicht davon ab, seine Träume weiter zu verfolgen und es im Jahr 2022 mit den besten NASCAR-Fahrern in Europa aufzunehmen. Der Saisonauftakt findet am 9. und 10. April auf dem Hockenheimring in Deutschland statt.

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