Drei Podien in Folge: Schweizer Giorgio Maggi dreht so richtig auf

Drei Podien in Folge: Schweizer Giorgio Maggi dreht so richtig auf
Credits: Michael Großgarten / Leadlap.de

Zum dritten Mal in Folge ist Giorgio Maggi in der EuroNASCAR PRO auf das Podium gefahren – Außerdem gewann er zum vierten Mal die Junior Trophy

Es läuft für Giorgio Maggi in der NASCAR Whelen Euro Series (NWES) 2022: Der Schweizer stand in Italien bereits zum dritten Mal in Folge auf dem Podium und sicherte sich auf dem Autodromo di Vallelunga zum vierten Mal den Sieg in der Junior Trophy für Fahrer bis einschließlich 25 Jahre. In der Gesamtwertung liegt der Race-Art-Technology-Fahrer punktgleich mit Alexander Graff auf Rang vier.

Der EuroNASCAR-2-Vizemeister des Jahres 2019 fühlt sich mittlerweile eins mit der Maschine, die ihm das Team Race Art Technology aus der Schweiz zur Verfügung stellt. Nach zahlreichen Versuchen, das Setup zu optimieren, scheint der Toyota Camry jetzt genau das zu machen, was der 25-Jährige braucht, um an der Spitze mitzuhalten. In Brands Hatch holte er bereits hinter Graff einen zweiten Platz und in Italien setzte er noch einen drauf.

Im Auto mit der Startnummer 18 donnerte Maggi sowohl am Samstag als auch am Sonntag in der Startnummer 18 um den Kurs und hielt mit den Spitzenfahrern mit. Im Qualifying sicherte sich der Schweizer den dritten Startplatz für das Samstagsrennen der EuroNASCAR PRO. Er erwischte einen guten Start und kam hinter dem dreimaligen NWES-Champion Alon Day auf einem starken zweiten Platz ins Ziel. Am Sonntag reichte es für Maggi für einen soliden dritten Platz.

Mit seinen vier Junior-Trophy-Siegen in Folge führt er jetzt klar und deutlich die Sonderwertung vor Thomas Krasonis an. Maggi profitiert aber auch davon, dass Tobias Dauenhauer aus Deutschland bereits zwei Events in der NWES-Saison 2022 verpasst hat – eines aufgrund einer Coronavirus-Erkrankung, eines aus finanziellen Gründen. Wäre Dauenhauer mit von der Partie, würde es sicher einen heißen Schlagabtausch der beiden Youngster geben.

“Es war ein schwieriges Rennen, da ich keinen guten Start auf der Außenbahn erwischt habe. Ich war damit in Kurve 2 auf der Außenbahn, was hier keine gute Idee ist. Ich bin etwas weit herausgedrückt worden und habe so den Schwung auf der Gegengeraden verloren. Das hat mich einige Positionen gekostet, doch wir haben nie aufgehört, zu kämpfen. Ich habe lange mit Martin Doubek gekämpft, es hat gedauert, bis es mir gelungen ist, ihn zu knacken. Meine Pace war besser, aber es war nicht einfach.”

Credits: Michael Großgarten / Leadlap.de

Der Schweizer ist sich sicher, jetzt an der Spitze der EuroNASCAR-PRO-Meisterschaft attackieren zu können: “Ich habe das Auto an die Grenzen gebracht und die Reifen waren am Überhitzen. Wegen der Hitze war es im Auto keine einfach Aufgabe – insbesondere während der Safety-Car-Phasen wurde es verdammt heiß. Wir haben jetzt aber ein schnelles Auto und ich bin mit den beiden Podien sehr zufrieden. Es sieht so aus, als hätten wir für die kommenden Rennen ein starkes Paket.”

Die NWES steckt nach dem NASCAR-GP von Italien erst einmal in der Sommerpause. Die Fahrer haben also die Chance, sich zu erholen, weiter an ihren Fähigkeiten zu arbeiten und zu testen, ehe es am 3. und 4. September auf das Autodrom Most in der Tschechischen Republik geht. Dort hat Maggi bereits im Jahr 2019 ein EuroNASCAR-2-Rennen gewonnen. Der Race-Art-Technology-Fahrer hat jetzt das große Ziel, den Schwung mitzunehmen und seinen ersten Sieg in der EuroNASCAR PRO einzufahren.

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André Wiegold