EuroNASCAR-Comeback von Yann Zimmer: Der Schweizer überzeugt auf Anhieb!

EuroNASCAR-Comeback von Yann Zimmer: Der Schweizer überzeugt auf Anhieb!
Credits: Michael Großgarten / Leadlap.de

Yann Zimmer feierte auf dem Autodrom Most seine EuroNASCAR-Rückkehr – Der Schweizer sprang bei Racingfuel Motorsport kurzfristig für Christoph Lenz ein

Fans, die die NASCAR Whelen Euro Series (NWES) schon seit vielen Jahren verfolgen, ist Yann Zimmer ein Begriff. Der Schweizer, der auch den französischen Pass hat, startete in den Jahren 2012 bis 2014 in der EuroNASCAR PRO und holte in dieser Zeit insgesamt zwei Siege: 2013 in Monza und 2014 in Valencia. Dann wurde es still um den Rennfahrer, der lange Zeit in den USA gelebt hat, bis er auf dem Autodrom Most sein Comeback feierte.

Von Langer Hand geplant war die Rückkehr von Zimmer aber nicht, da eigentlich Stammpilot Christoph Lenz im Chevrolet Camaro mit der Startnummer 94 Platz nehmen sollte. Jedoch musste dieser das Rennen in der Tschechischen Republik kurzfristig wegen beruflicher Verpflichtungen ausfallen lassen, weshalb sich Racingfuel-Teamchef Ferruccio Finkbohner an Zimmer wendete, der sofort zusagte.

Damit war das Comeback des einstigen NWES-Toppiloten perfekt und Zimmer brauchte nicht lange, um sich an das gestiegene Niveau in der EuroNASCAR-PRO-Meisterschaft zu gewöhnen. Im Qualifying reichte es für ihn zwar nur für Platz 16, jedoch brannte der Schweizer im Samstagsrennen ein echtes Feuerwerk ab.

Lange war er auf Rang vier unterwegs, ehe er vom dreimaligen Champion Alon Day überholt wurde. In seinem ersten Rennen seit 2014 fuhr Zimmer gleich auf einen starken fünften Platz. Am Sonntag lief es für Zimmer dann jedoch nicht ganz so rund, weshalb er nur auf Rang 15 landete. Dennoch war es für den zweimaligen NWES-Rennsieger ein gelungenes Comeback in die Welt der NASCAR Whelen Euro Series.

„Es ist großartig, wieder hier zu sein, und diese Autos sind eine echte Herausforderung“, sagt Zimmer gegenüber ‚EuroNASCAR‘. „Es ist lange her, dass ich mit einem Auto inklusive Schaltvorgängen gefahren bin, aber die Rennstrecke ist fantastisch. Ich war vor etwa zwölf Jahren mit einem Formelauto hier, aber mit einem NASCAR-Auto ist es eine echte Herausforderung. Es macht wirklich Spaß, hier zu sein. Ich habe auch Blut geleckt und es ist immer toll, hier eine ganze Saison zu fahren, wenn ich die richtigen Bedingungen und die Möglichkeit dazu habe.“

Credits: Michael Großgarten / Leadlap.de

Obwohl Zimmer der NWES nach der Saison 2014 den Rücken kehrte, blieb der 32-Jährige NASCAR immer treu. Er arbeitete für Max Papis bei MPI (Max Papis Innovations), einem Unternehmen des ehemaligen Rennfahrers, das sich hauptsächlich auf Lenkräder spezialisiert hat, die auch im NASCAR-Kosmos eingesetzt wurden. Dementsprechend eng hat Zimmer in den USA mit den NASCAR-Größen wie Jimmie Johnson, William Byron und Ryan Blaney zusammengearbeitet. Außerdem fuhr er zahlreiche Ovalrennen in den USA.

Zuletzt ging er in Europa im GT-Sport wieder auf Punktejagd und startete in der DTM Trophy in einem GT4-Fahrzeug und wurde Gesamtsiebter. Vielleicht ist der Gaststart für Racingfuel Motorsport eine Initialzündung für weitere Starts in Europas Top-NASCAR-Meisterschaft. Der Schweizer sowie Franzose hat gezeigt, was in ihm steckt und wie schnell er in der EuroNASCAR-PRO-Meisterschaft wieder bei der Musik sein kann.

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André Wiegold