Co-Autorin: Sarah Kaliebe

Alon Day und Ulysse Delsaux haben sich am Circuit Zolder in Belgien zu Meistern gekrönt – Während der Israeli seinen ELITE-1-Titel verteidigte, gewann der Franzose erstmals die ELITE-2-Meisterschaft

Mission Titelverteidigung abgeschlossen: Alon Day hat am vergangenen Wochenende in Zolder mit CAAL Racing zum zweiten Mal in Folge den ELITE-1-Titel in der NASCAR Whelen Euro Series gewonnen. Der Israeli setzte sich gegen Frederic Gabillon, Lucas Lasserre und Loris Hezemans durch. In der ELITE-2-Division gelang Ulysse Delsaux der Sieg gegen Florian Venturi, Wilfried Boucenna und Guillaume Deflandre.

Day war mit zwei Punkten Rückstand auf Lasserre nach Belgien gereist, schaffte es aber letztendlich, mit zwei Siegen den Titel an sich zu reißen. “Es fühlt sich so gut an”, sagt der 26-Jährige. “Das Auto lässt mich niemals im Stich und enttäuscht mich nie. Das Fahrzeug, das Team – alle sind einfach großartig. Ich bin sprachlos.” Day teilt sich mit seinen 7 Saisonsiegen jetzt den ersten Platz in der ewigen Tabelle mit Ander Vilarino.

Auf dem zweiten Platz landete Frederic Gabillon im Toyota Camry von RDV Competition. Der Franzose setzte in Zolder keinen Nadelstich und war nie eine echte Gefahr für Day. Zum dritten Mal muss sich Gabillon deshalb mit dem Vizemeistertitel zufrieden geben. Dritter wurde Lasserre, der im ersten Rennen mit Bremsproblemen ausgefallen war. Der Franzose war mit nur wenigen Mechanikern und geringen Ressourcen während der ganzen Saison ein echter Titelkandidat.

Hezemans, der ebenfalls im ersten Rennen ausgefallen war, bekam zumindest ein Trostpflaster: Der Niederländer bekommt aufgrund seines Sieges in der Junior Trophy die Möglichkeit, in einem NASCAR-Rennen in den USA an den Start zu gehen.

Delsaux erfüllt sich EuroNASCAR-Traum

© Volkan Avci

In der ELITE-2-Division war es Delsaux, der sich nach zwei spannenden Rennen zum Meister krönen durfte. Der 21-Jährige, dem schon im Kindesalter das Asperger-Syndrom diagnostiziert wurde, hat mit dem Rennsport einen Weg gefunden, sich selbst auszudrücken. Mit dem Sieg in der ELITE-2-Meisterschaft hat Delsaux bewiesen, sowohl als Mensch als auch als Fahrer enorm gereift zu sein.

“Es ist unglaublich”, sagt Delsaux nach dem Meisterschaftssieg in der ELITE 2. “Vor dem Rennen war ich wirklich gestresst. Ich habe versucht, meine Emotionen in Griff zu halten und mich auf das Rennen zu konzentrieren, wie immer. Danke an mein Team: Die Mannschaft war unglaublich.” Ihm reichten in Zolder ein zweiter und ein dritter Platz, da Deflandre im ersten Rennen wegen eines technischen Defekts ausgefallen war.

Sichtlich enttäuscht war Florian Venturi, der sich am Samstag mit einem Sieg in den Meisterschaftskampf katapultiert hatte. Im zweiten Rennen hätte der 17-Jährige aber gewinnen müssen, um sich den Titel zu holen. Er kam jedoch nur auf Rang zwei ins Ziel. Auch er bekommt jedoch eine Chance auf ein Rennen in den USA, weil er den Rookie Cup gewonnen hat.