Jon McKennedy gewinnt nach vier Jahren wieder ein Modified-Rennen

Jon McKennedy gewinnt nach vier Jahren wieder ein Modified-Rennen
Foto: Jaiden Tripi/NASCAR

Jon McKennedy hat in Seekonk eine Durststrecke von über vier Jahren beendet und wieder ein NASCAR-Modified-Rennen gewonnen.

„Wir hatten, um ehrlich zu sein, einfach ein wirklich gutes Auto“, sagt Jon McKennedy nach seinem ersten Besuch in der Victory-Lane der NASCAR Modified Tour seit vier Jahren. Der Routinier gewann das Rennen auf dem Seekonk Speedway und fuhr damit erstmals seit seinem Sieg auf dem Claremont Motorsports Park im Jahr 2022 wieder auf Platz eins.

„Im Verlauf des Rennens schien die Außenbahn immer besser zu werden, und mein Auto war dort oben definitiv stärker“, analysiert er die Entscheidung in einem spannenden Short-Track-Rennen. „Als ich auf der Innenbahn fuhr, brach mir das Heck beim Einlenken zu stark aus, und das war phasenweise ziemlich knifflig.“

Stephen Kopcik war erst der Mann der Stunde und fuhr vorne weg, hatte letztlich aber keine Asse mehr im Ärmel, um McKennedy abzuwehren. „Ich konnte Stephen am Ende beobachten; es sah so aus, als würde sein Auto beim Einlenken stark untersteuern“, so der Rennsieger. „Ein paar Mal habe ich versucht, außen anzutäuschen und dann unter ihn zu schlüpfen, um ihn mit einem kleinen Trick zu überraschen, aber er war clever genug und wusste, was ich vorhatte.“

Doch das entscheidende Manöver um den Rennsieg ließ nicht lange auf sich warten, da McKennedy seinen Vorteil eiskalt ausnutzte: „Schließlich konnte ich einfach weiter die Außenbahn nutzen, und als ich erst einmal ein Rad neben ihm hatte, hat er mir all den Platz gelassen, den ich brauchte.“

Kopcik ist trotz der Niederlage zufrieden: „Wir waren ziemlich gut. Zu Beginn waren wir vielleicht ein bisschen zu tight beim Einlenken. Das ist alles Neuland für uns – mit diesem Reifen auf einer so kurzen Strecke zu fahren. Alles in allem könnte ich mit unserer Leistung nicht zufriedener sein.“

„Drei Siege in Folge wären wirklich eine Nummer gewesen, aber Jon kam einfach etwas besser durch die Mitte der Kurve als ich“, erklärt Kopcik. „Am Ende des Stints kommt es genau darauf an. Es ist ein schmaler Grat dazwischen, das Heck kontrolliert rutschen zu lassen und trotzdem noch sauber durch die Mitte der Kurve zu kommen.“

Dazu kommt, dass das Rennen in Seekonk unglaublich schnell zu Ende war. Der Lauf dauerte gerade einmal 38 Minuten und 49 Sekunden. Von Platz sechs aus kämpfte sich McKennedy bis an die Spitze und gab die Führung dann bis zur Zielflagge nicht mehr ab.

Ohne Zwischenfälle ging das Rennen auf dem Short-Track-Oval aber nicht über die Bühne. In Runde 92 drehte sich Trevor Catalano und sorgte so für die zweite und letzte Gelbphase des Laufes. Nach dem Restart setzte McKennedy dann zum entscheidenden Manöver an. Doch er musste sich bis Runde 129 gedulden, bevor das Manöver glückte.

Foto: Jaiden Tripi/NASCAR

Kopcik verpasste auf Platz zwei einen Rekord, denn er hätte der erste Fahrer werden können, der drei Modified-Siege in Folge gewinnt. Mit 81 Führungsrunden war der Meisterschaftsführende zwar nah dran, doch McKennedy brachte den Traum vom Rekord letztlich zum Platzen. Kopcik führt nach Platz zwei dennoch mit elf Punkten Vorsprung auf den aktuellen Champion Austin Beers.

Chase Dowling, Beers, der sich nach einem frühen Dreher wieder nach vorne gearbeitet hatte, und Tommy Catalano komplettierten die Top 5. Dahinter reihten sich Patrick Emerling, Teddy Hodgdon, Jayden Harman, Doug Coby und Andrew Molleur in den Top 10 ein. Das nächste Rennen der NASCAR Whelen Modified Tour findet am 30. Mai auf dem Riverhead Raceway statt.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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