NASCAR Truck Series: Riggs holt den Sieg nach Rennabbruch in Charlotte
Layne Riggs gewann auf dem Charlotte Motor Speedway ein regnerisches Rennen der NASCAR Truck Series – Der emotionale Sieg diente als Hommage an die verstorbene Legende Kyle Busch
Layne Riggs gewann ein emotionales, dreigeteiltes Rennen in der NASCAR Truck Series. Der Pilot von Front Row Motorsports sicherte sich seinen siebten Karrieresieg, auf dem Charlotte Motor Speedway, und widmete ihn der verstorbenen NASCAR-Legende Kyle Busch, der den Lauf der Vorwoche in Dover noch gewonnen hatte.
„Für Kyle, Mann, ich habe es für Kyle getan“, sagte der 23-jährige Pilot aus North Carolina, nachdem er aus seinem Truck gestiegen war. „Unsere Herzen sind dieses Wochenende wirklich schwer. Ich hatte ein wenig damit zu kämpfen und habe einfach versucht, die Fassung zu bewahren und mein Rennen zu fahren. Am Ende habe ich buchstäblich mit den Tränen gekämpft.“
„Aber diese Jungs haben mir wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Großartige Arbeit von allen bei Front Row Motorsports. Ein riesiges Dankeschön auch an meinen Teamkollegen Chandler Smith. Wir hatten da einen kleinen Restart unter Teamkollegen. Er ist an mir drangeblieben und hat mich gepusht. Ich bin super stolz auf ihn und unsere heutige Leistung.“

Das Rennen begann bereits am Freitagabend, wurde aber wegen Regens zweimal verschoben und fand erst am Sonntag vor dem Cup-Rennen sein Ende. Riggs führte insgesamt 54 der 110 absolvierten Runden an, bevor das Rennen aufgrund der widrigen Wetterbedingungen abgebrochen wurde. Daher konnten die geplanten 134 Runden nicht vollständig absolviert werden.
Kaden Honeycutt lag auf dem zweiten Platz, als die letzte Gelbphase das Rennen einbremste. Mit diesem zweiten Rang behauptete er seine Meisterschaftsführung mit elf Punkten Vorsprung auf Riggs.
„Ich wollte definitiv derjenige sein, der Kyle [Busch] diese Ehre erweist, denn er hat es absolut verdient“, sagte Honeycutt. „Wenn ich gewonnen hätte, wollte ich Brexton [Buschs Sohn] die Zielflagge überreichen, denn er [Busch] hätte uns wahrscheinlich wieder allen eine ordentliche Abreibung verpasst, wenn er hier gewesen wäre.“
„Es ist einfach eine furchtbare Woche für uns alle; ein schweres Wochenende für die gesamte Community. Umarmt eure Liebsten, schätzt sie, sagt eurer Mutter und eurem Vater, dass ihr sie liebt, selbst wenn ihr vielleicht nicht das beste Verhältnis zu ihnen habt. Das Leben bedeutet definitiv mehr als der Rennsport. Ein zweiter Platz ist gut, ich habe weiterhin die Punkteführung und wir werden nächste Woche in Nashville wieder angreifen.“
Rhodes wurde hinter Zilisch Vierter, gefolgt von Gio Ruggiero. Der Sieger der ersten Stage, Christian Eckes, sowie Brandon Jones, Tanner Gray, Ricky Stenhouse Jr. und William Sawalich komplettierten die Top 10.

Corey Day startete von der Pole-Position in jenem Spire-Motorsports-Chevrolet mit der Startnummer 7, den eigentlich Busch hätte steuern sollen. Days Rennen endete jedoch frühzeitig durch einen Unfall in Runde 47.
Day, der zu diesem Zeitpunkt in den Top 10 fuhr, versuchte auf der Gegengeraden, den Toyota mit der Nummer 17 von Ruggiero zu blocken. Durch den Kontakt mit Ruggieros Truck stellte sich Days Silverado jedoch quer und hob ab. Die Startnummer 7 drehte sich in der Luft einmal komplett um die eigene Achse, bevor er wieder auf den Rädern landete und mit voller Wucht in die innere Streckenbegrenzung an der Einfahrt zu Kurve 3 einschlug.
Nach dem Verlassen des Medical Centers äußerte sich Day enttäuscht darüber, dass er zu Ehren von Busch kein gutes Ergebnis ins Ziel bringen konnte.
„Die 17 hatte aus [Kurve] 2 heraus extrem viel Schwung“, sagte Day. „Er zog etwas nach unten und ich zog mit. Dann zog er wieder nach oben, und das war’s.“
„Mein Spotter hat keinen Fehler gemacht. Er hat mir gesagt, dass er da ist. Ich dachte, ich hätte genug Platz, aber das hatte ich nicht. Es tut mir unendlich leid für die Jungs der Nummer 7. Das ist genau das, was ich dort auf keinen Fall tun wollte. Ich wollte ihnen einfach ein gutes Rennen liefern. Ich fühle mich schrecklich.“ Das nächste Rennen der NASCAR Truck Series findet am 29. Mai in Nashville statt.
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Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.





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