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NASCAR-Weekly: Chaotisches erstes Rennen auf dem COTA

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Chase Elliott hat das erste NASCAR-Rennen auf dem Circuit of The Americas gewonnen – Das Rennen musste aufgrund von Regenschauern vorzeitig abgebrochen werden

NASCAR Cup Series (von: André Wiegold)

Vergangenes Wochenende stand das Debüt der NASCAR Cup Series auf dem Circuit of The Americas (COTA) auf dem Programm. Es war das erste Mal, dass ein NASCAR-Rennen auf einem Kurs von Streckenarchitekt Hermann Tielke ausgetragen wurde und der Regen machte es zu einem echten Chaos mit vorzeitigem Abbruch.

Der glückliche Sieger war Chase Elliott, der das Rennen anführte, als NASCAR die rote Flagge schwenken und den Lauf abbrechen musste. Der Champion des Jahres 2020 hatte dabei aber eine Menge Glück, denn die Berechnungen zeigten, dass Elliott zu wenig Sprit an Bord hatte, um das Rennen ohne einen weiteren Boxenstopp zu beenden. Auf Platz zwei landete Kyle Larson, der womöglich den Sieg geerbt hätte, wäre es nicht zum Abbruch gekommen.

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NASCAR startete das Rennen nicht wieder neu, weil die Bedingungen auf der Strecke kein weiteres Racing zuließen. Insbesondere auf der Gegengeraden staute sich das Wasser, weshalb die Sicht gleich null war. Die Rennleitung hatte bereits zu Beginn des Rennens mit diesen Bedingungen zu kämpfen und lies den Lauf zunächst fortsetzen, bis es zu zwei schweren Unfällen kam. Einen weiteren Crash wollte NASCAR wohl nicht mehr riskieren, weshalb Elliott zum Sieger erklärt wurde.

NASCAR Xfinity Series (von: André Wiegold)

Das Rennen der NASCAR Xfinity Series auf dem COTA gewann Kyle Busch. Er schlug A.J. Allmendinger von Kaulig Racing, der es nicht schaffte, Busch noch einzuholen. Justin Allgaier landete auf Rang drei vor Kevin Harvick und Xfinity-Champion Austin Cindric. Das Rennen der zweiten NASCAR-Liga ging komplett im Trockenen über die Bühne.

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Chase Briscoe, der im Cup-Rennen von COTA mit Platz sechs sein bisher bestes Cup-Ergebnis eingefahren hat, wird mit B.J. McLeod Motorsports auf dem Roval in Charlotte in die Xfinity-Serie zurückkehren. Er wird auf dem Hybrid aus Oval und Rundkurs die Startnummer 99 steuern.

NASCAR Camping World Truck Series (von: Simon Mones)

Am vergangenen Wochenende feierte auch die NASCAR Camping World Truck Series ihr Debüt auf dem COTA in der Nähe von Austin, Texas. Wie über das gesamte Wochenende spielte der Regen eine wichtige Rolle. Davon ließ sich Todd Gilliland (DGR Crosley) jedoch nicht aufhalten.

Auch eine Strafe am Ende des ersten Rennsegments – die ihm zwischenzeitlich die Führung kostete – warf den 21-Jährigen nur kurz zurück. Vom Ende des Feldes startete Gilliland eine famose Aufholjagd. Neun Runden vor Schluss lag der DGR-Crosley-Pilot bereits wieder auf Platz zwei und übernahm vier Runden später die Führung, die er bis ins Ziel gegen Kaz Grala verteidigte.

„Ich habe definitiv viele Fehler gemacht, aber das ist es, was ich an Straßenkurs-Rennen liebe: Es gibt hier 20 Kurven, 20 Möglichkeiten zu überholen, aber auch Fehler zu machen“, sagt Gilliland. „Vergangenes Jahr hatten wir nicht ganz so eine gute Saison, wie wir sie uns vorgestellt hatten und hierherzukommen und früh zu gewinnen, hat uns in Schwung gebracht. Für mein Team ist es einfach fantastisch, diesen Sieg geholt zu haben.“

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Für den 21-Jährigen war es erst sein zweiter Sieg in der Truck-Serie und sein erster in diesem Jahr. Da das Rennen in Austin Teil der Triple-Truck-Challenge war, sicherte sich Gilliland auch ein zusätzliches Preisgeld in Höhe von 50.000 US-Dollar (41.000 Euro).

Auch 2021 kein Rennen in Mosport

Nur wenige Tage nach dem ersten Rennen auf dem COTA hat NASCAR ein anderes Rennen aus dem Kalender gestrichen. Wegen der Coronavirus-Pandemie kann die Serie auch in diesem Jahr nicht auf dem Canadian Tire Motorsport Park starten.

Ursprünglich sollte dort in diesem Jahr ein Playoff-Rennen stattfinden, stattdessen fahren die Trucks nun wie bereits im vergangenen Jahr ein zweites Mal auf dem Oval in Darlington. Damit findet am Labor Day-Wochenende erneut ein Triple-Header statt.

„Wir sind stolz darauf, unser traditionelles Labor Day-Wochenende mit einem Rennen zu erweitern und erneut Gastgeber für alle drei nationalen Serien zu sein“, sagt Streckenpräsident Kerry Tharp. „Wir erwarten noch mehr von den hervorragenden Rennen am Labor-Day-Wochenende – vor allem, wenn es um die Playoffs geht.“

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