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IndyCar-Newsflash: VeeKay siegt beim Indy GP, Dixon-Pole beim Indy 500

Chris Owens

Rinus VeeKay feierte seinen allerersten Sieg beim Indy-GP – Der Titelkampf nimmt Fahrt auf – Jimmie Johnson und Juan Pablo Montoya glänzen bisher nicht – Scott Dixon sicherte sich die Pole für das Indy 500

Rinus VeeKay (Ed Carpenter Racing) war beim Indy-GP in Indianapolis der Mann der Stunde. Mit seinem ersten Karrieresieg verewigte sich der Niederländer nicht nur in den Geschichtsbüchern der IndyCar Series, er ist außerdem der fünfte Sieger im fünften Rennen der laufenden Saison. Nach Alex Palou (Chip Ganassi Racing) und Pato O’Ward (McLaren SP) ist der 20-jährige VeeKay bereits der dritte Fahrer in dieser Saison, der zum ersten Mal in der Victory-Lane der IndyCar fuhr. 

Die zweite große Geschichte des Indy-GP schrieb derweil Romain Grosjean (Dale Coyne Racing). Der IndyCar-Rookie fuhr nur sechs Monate nach seinem furchtbaren Feuerunfall in der Formel 1 zunächst völlig überraschend auf die Pole-Position vor Josef Newgarden (Team Penske) und dem ebenfalls starken Jack Harvey (Meyer Shank Racing). 

Zwar gelang es Grosjean nicht, die Pole in einen Sieg umzuwandeln. Doch mit Platz zwei und seinem ersten Podium im erst dritten IndyCar-Rennen (Grosjean setzte planmäßig bei beiden Oval-Rennen in Texas aus) war der Franzose dennoch überglücklich.

Den dritten Platz sicherte sich der formstarke Spanier Palou vor Newgarden und Graham Rahal (Rahal Letterman Lanigan Racing). Harvey hingegen beendete das Rennen nach starkem Beginn nur auf Platz 23. Ausschlaggebend dafür war ein völlig verkorkster Boxenstopp und ein anschließender Plattfuß, der den Briten erneut in die Box zwang.

Grosjean, VeeKay und Palou bei der Siegerehrung des Indy GP – Foto: Chris Owens

Meisterschaftskandidaten straucheln beim Indy GP

So fabelhaft das Rennen und die Resultate für VeeKay, Grosjean und Rahal verliefen, so ernüchternd endete der Indy-GP hingegen für einige der Meisterschaftsaspiranten. Scott Dixon (Chip Ganassi Racing), Führender der Gesamtwertung, fuhr nach einem ernüchternden 16. Startplatz immerhin auf Platz neun vor. O’Ward kam das gesamte Wochenende nicht richtig in Fahrt und wurde lediglich auf Rang 15 gewertet.

Vor dem legendären Indy 500 am 30. Mai führt Dixon (176 Punkte) die Meisterschaft weiterhin an, allerdings mit einem verkürzten Vorsprung von nunmehr 13 Punkten auf Palou und 38 Punkten auf Newgarden. Indy-GP-Sieger Veekay macht – dank seines ersten Siegs – einen großen Sprung in der Tabelle und belegt mit 135 Zählern Platz sechs.

Legenden kommen nicht in Fahrt

NASCAR-Legende und IndyCar-Rookie Jimmie Johnson wartet weiterhin auf seinen Durchbruch im Single-Seater-Rennsport. Nach Platz 19 und 22 auf den ersten beiden Rundkurs-Strecken in Barber und St. Petersburg fuhr der Chip-Ganassi-Pilot beim Indy-GP auf einen ernüchternden 24. Platz. Johnson beendete den Lauf somit von allen Fahrern, welche die Zielflagge sahen, auf dem letzten Platz.

Auch Rückkehrer Juan Pablo Montoya schien nicht so richtig in Fahrt zu kommen. Der Kolumbianer, der für die beiden Rennen in Indianapolis den dritten McLaren-SP-Renner steuert, sorgte mit Platz 21 für keine Furore. Jedoch relativiert sich sein Ergebnis beim Blick auf seine Teamkollegen. O’Ward und Felix Rosenqvist erzielten mit Platz 15 und 17 ebenso ein unterdurchschnittliches Ergebnis. 

Dixon sichert sich die Pole für das Indy 500, Penske fährt hinterher

Foto: Chris Owens

Der amtierende IndyCar-Champion raste beim Qualifying zum Indy 500 auf den ersten Startplatz für das wichtigste Rennen des Jahres. Mit einem Vier-Runden-Durchschnitt von 231,685 Meilen pro Stunde (372,861 Kilometer pro Stunde) setzte sich Dixon hauchdünn gegen Herta (231,655 Meilen pro Stunde) durch. Komplettiert wird die erste Startreihe von VeeKay (231,511 Meilen pro Stunde).

Danach stehen mit Ed Carpenter (Ed Carpenter Racing) und Tony Kanaan (Chip Ganassi Racing) zwei echte Veteranen und Oval-Spezialisten in den Startlöchern. Auch im Rennen werden die Beiden, mit zusammengerechnet über 450 IndyCar-Starts, zu den Siegkandidaten zählen. Platz sechs und somit die Außenseite von der zweiten Startreihe erkämpfte sich der starke Spanier Palou.

Für die größte Überraschung sorgte jedoch das Abschneiden von Team Penske. Ausgerechnet Rookie McLaughlin erzielte das beste Teamergebnis, welches jedoch mit Platz 17 nicht besonders positiv ausfällt. Die hoch erfahrenen Teamkollegen des Neuseeländers werden gar nur von Platz 21 (Newgarden), Platz 26 (Pagenaud) und Platz 32 (Power) ins Rennen gehen. Eine herbe Enttäuschung für das mit 18 Siegen erfolgreichste Team beim Indy 500 rund um Teamchef und Streckenbesitzer Roger Penske.

Sport1+ überträgt das größte IndyCar-Spektakel des Jahres am 30. Mai live ab 17.50 Uhr. Die ursprünglich verkündete Live-Sendung auf dem Free-TV-Sender von Sport1 scheint hingegen der Übertragung eines anderen Sportevents zum Opfer gefallen zu sein. So wird im Free TV stattdessen nur eine einstündige Zusammenfassung des Rennens ab 23 Uhr zu sehen sein.

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