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NASCAR-Weekly: Die Larson-Show geht immer weiter

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Kyle Larson ist der Mann der Stunde in der NASCAR-Cup-Serie – Der Kalifornier hat vier Rennen am Stück gewonnen – Darunter war auch das All-Star-Rennen

NASCAR Cup Series (von André Wiegold)

Rick Hendrick wird ein breites Grinsen auf den Lippen haben, denn sein neuester Schützling Kyle Larson dominiert aktuell das Geschehen in der NASCAR Cup Series. Der Kalifornier, der vergangenes Jahr nach einer rassistischen Aussage von Chip Ganassi gefeuert und später nach seiner Rehabilitation von Hendrick Motorsports aufgenommen wurde, hat zuletzt vier Rennen in Folge für sich entschieden – darunter auch das All-Star-Rennen.

Nach dem Sieg auf dem 1,5 Meilen Oval des Charlotte Motor Speedways war Larson am Steuer der Startnummer 5 auch auf dem Rundkurs von Sonoma in seinem Heimat-Bundesstaat siegreich. Den dritten Sieg holte er beim All-Star-Rennen in Texas, der zwar keine Meisterschaftspunkte einbrachte, aber das Konto des 28-Jährigen deutlich füllte. Zuletzt bog Larson beim ersten Cup-Besuch auf dem Nashville Superspeedway in die Victory Lane ab.

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Wie geht es mit Jeff Gordon weiter? Die Antwort gab der Kalifornier in dieser Woche: Gordon, der als Fahrer zusammen mit Rick Hendrick drei Titel geholt hat und Teilhaber der Startnummer 48 ist, wird als Vize-Vorsitzender des Rennstalls agieren und damit eine wichtige Rolle im Rennstall einnehmen. Das bedeutet auch, dass Gordon im Jahr 2022 nicht mehr als Kommentator für Fox tätig sein wird.

Auf den Superspeedways wird es in Zukunft etwas langsamer zur Sache gehen. Bis zu 22 Kilometer pro Stunde sollen die Cup-Autos auf den großen Ovalen gebremst werden, um die Sicherheit zu erhöhen. Der Action wird das sicher nicht schaden und auch das Spektakel wird sich nicht großartig ändern, da diese Einbremsung mit bloßem Auge sicherlich kaum spürbar sein wird.

Wohin mit all den neuen Autos in der Next-Gen-Ära, denn so langsam soll es ziemlich voll werden: Im Jahr 2022 wird das Next-Gen-Auto eingeführt. Das hat zur Folge, dass etablierte Organisationen auf mehrere Autos aufstocken, neue Teams expandieren und Rennställe aus unteren NASCAR-Ligen aufsteigen wollen.

Trackhouse von Justin Marks und Pop-Musiker Pitbull haben ebenfalls Interesse bekundet, auf zwei Autos aufzustocken. Zur Erinnerung: Es gibt insgesamt nur 36 Charterverträge und 40 Startplätze pro Rennen. Auch GMS Racing, bekannt aus der Truck-Serie, plant, im Jahr 2022 erste Cup-Rennen zu bestreiten. Das hohe Interesse ist ein Indiz dafür, dass die Kosteneinsparungen funktionieren und die Wirtschaftlichkeit erhöht wird.

NASCAR Xfinity Series (von André Wiegold)

AJ Allmendinger hat das Rennen der NASCAR Xfinity Series in Mid-Ohio gewonnen. Der Veteran setzte sich auf den letzten Runden gegen seinen Kaulig-Teamkollegen Justin Haley durch. Auch Kaulig möchte im kommenden Jahr in der Cup-Series mitmischen und zwei Autos im Oberhaus einsetzen. Dazu hat das Team zwei Charterverträge von Spire Motorsports gekauft.

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Spire Motorsports wird einen Chartervertrag für das Cup-Auto von Corey LaJoie behalten. Bei den Xfinity-Rennen in Texas und Nashville setzte sich Kyle Busch, der jetzt 100 Xfinity-Siege auf dem Konto hat, gegen die Konkurrenz durch.

Loris Hezemans wird auf dem Pocono Raceway seinen zweiten Xfinity-Start im Jahr 2021 bestreiten. Der Niederländer, der aktuell die Gesamtwertung der NASCAR Whelen Euro Series anführt und 2019 die Meisterschaft gewonnen hat, wird den Camaro mit der Startnummer 90 steuern, der von DGM Motorsport Camaro supported by Reaume Brothers Racing eingesetzt werden wird.

NASCAR Camping World Truck Series (von Simon Mones)

Es ist die Saison von John Hunter Nemechek und Kyle Busch Motorsports (KBM). Nur zwei Wochen nach seinem Sieg in Charlotte hat der 24-Jährige nun auch das Rennen in Texas gewonnen, es war bereits der vierte Besuch in der Victory Lane.

In der Schlussphase des Rennens der NASCAR Camping World Truck Series setzte sich Nemechek gegen Chase Elliott durch. Der amtierende Cup-Champion lag vor den letzten Boxenstopps in Führung, doch der KBM-Pilot – der eine Runde später zum Service kam – erwischte unter Grün den besseren Stopp. Statt Elliott führte nun Nemechek und der gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab.

Chastain in Texas disqualifiziert

Weniger gut verlief das Rennen in Texas für einen anderen prominenten Gast aus der Cup-Series. Ross Chastain kam bei seinem Gaststart für Niece Motorsports zwar als Dritter ins Ziel, allerdings bestand sein Truck die Inspektion nach dem Rennen nicht.

Laut NASCAR habe sein Truck gegen eine Regel verstoßen, die besagt, dass der Drosselklappenstutzen so verwendet werden müsse, wie er vom NT1-Motorlieferanten ohne Modifikation geliefert wurde. Entsprechend wurde Chastain disqualifiziert.

Truck-Rückkehr nach Nashville

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Zehn Jahre ist es her, seit die Truck-Serie zuletzt auf dem Nashville Superspeedway gefahren ist. Am vergangenen Wochenende war es dann soweit und die Serie feierte ihr Comeback. In einer spannenden Schlussphase setzte sich Ryan Preece (DGR-Crosley) gegen die Konkurrenz durch.

Der 30-Jährige übernahm erst sieben Runden vor Schluss die Führung von Grant Enfinger.
„Der Truck war einfach fantastisch – Hut ab vor diesem Team“, sagt Preece nach seinem ersten Start in der Truck-Serie. „Ich wusste, dass ich aggressiv war und ein paar große Blocks geschmissen habe, aber das war nötig, um heute hier in die Victory-Lane zu kommen. Ich bin super stolz auf alle in diesem Team und auf diese Chance.” Für Preece war es erst der dritte Sieg in einer nationalen NASCAR-Serie, zuletzt gewann der 30-Jährige 2017 und 2018 in der Xfinity-Serie.

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