NASCAR Whelen Euro Series

Smyrlis und Santamaria vom EuroNASCAR-Boliden begeistert

Frank Reipen

Viele Tourenwagen- und GT-Fahrer entdecken zurzeit die Welt der NWES – Die EuroNASCAR-Autos haben die Rookies Ioannis Smyrlis und Marco Santamaria beeindruckt

In Hockenheim haben sowohl Ioannis Smyrlis als auch Marco Santamaria ihre Debüts in der NASCAR Whelen Euro Series (NWES) gefeiert. Beide Fahrer haben einen verschiedenen Rennsport-Hintergrund, aber solch ein Fahrzeug haben sie bis dato noch nicht gesteuert gehabt. Nach den ersten Runden waren beide vom EuroNASCAR-Boliden überzeugt.

Smyrlis, der Erfahrung in der VLN und vielen weiteren GT- und Tourenwagenserien hat, musste sich Session für Session an das Auto gewöhnen, das mit keinerlei elektronischen Fahrhilfen ausgestattet ist. Letztendlich schaffte es der Deutsch-Grieche, schnell wettbewerbsfähig zu werden und sich am Sonntag sogar den Sieg in der Challenger Trophy zu sichern.

Gegenüber ‘Leadlap.de’ sagt der Marko-Stipp-DF1-Pilot: “NASCAR war für mich schon immer ein Traum und ich hatte bereits im Jahr 2015 Kontakt zu einem Team gehabt. Leider hat sich damals nichts ergeben. Jetzt ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich dachte, dass es einfacher werden wird, sich an das Auto zu gewöhnen, was wirklich eine große Herausforderung ist.”

“Es gibt keine Elektronik und auch keine Aerodynamik”, erklärt der NWES-Rookie. “Das größte Problem sind aber die Reifen, die ein extremes Wanken verursachen. Außerdem muss man eine völlig andere Linie fahren, weshalb die Erfahrungen aus dem GT-Sport eigentlich nichts bringen.”

Außerdem lobt Smyrlis die Atmosphäre der NWES: “Es ist toll, wie nah die Zuschauer an die Fahrer herankommen und auch ich wurde herzlich willkommen geheißen. Mein Team hat einen tollen Job gemacht. Das Level in der ELITE-1-Division ist extrem hoch und auch die ELITE-2-Division ist auf einem hohen Niveau. Mit meinen Ergebnissen bin ich zufrieden.”

Santamaria glücklich über sein NWES-Debüt

Foto: Frank Reipen

Santamaria ist bereits seit vielen Jahren mit CAAL Racing unterwegs, aber nicht in der NWES, sondern in der Mini Challenge, in der er vergangenes Jahr Zweiter wurde. Vor seinem Start in Hockenheim hat der Deutsche nur einen einzigen NWES-Test absolviert. Wie Smyrlis kommt Santamaria nicht mehr aus dem Schwärmen heraus.

“Für war es eine sensationelle Erfahrung, in der Topdivision starten zu dürfen”, so Santamaria gegenüber ‘Leadlap.de’. “Es war natürlich großartig, auch gegen Jacques Villeneuve – also einem ehemaligen Formel-1-Weltmeister – zu fahren. Im eigenen Team haben wir den zweimaligen Champion Alon Day und das ist für einen Rennfahrer einfach ein tolles Erlebnis, gegen diese Fahrer anzutreten.”

“Ich wollte eigentlich nur Spaß haben und das Fahrzeug kennenlernen”, fügt er hinzu. “Außerdem ging es darum, die Grenzen des Autos auszuloten. Ich komme aus der Mini Challenge, wo alles durch elektronische Hilfsmittel reguliert wird. Es war spannend, ohne Hilfsmittel zu fahren und es war sicher nicht mein letztes Rennen in der NWES. Ich würde gerne die komplette nächste Saison bestreiten.”

Weder Smyrlis noch Santamaria werden beim NWES-Finale am 5. und 6. Oktober am Circuit Zolder starten. Jedoch sind Starts in der Saison 2020 für beide nicht ausgeschlossen. Sicher ist: Fahrer aus den verschiedensten Disziplinen genießen es, die fordernden V8-Bestien der NWES zu fahren.

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