Ryan Blaney erhält neuen Jackman nach massiven Zeitverlusten
Wegen massiver Positionsverluste in der Boxengasse tauscht Team Penske vor dem Rennen in Kansas den Jackman bei Ryan Blaney aus – Graham Stoddard ersetzte kurzfristig Landon Honeycutt am Ford mit der Nummer 12
Mit 324 Punkten und einem Saisonsieg belegt Ryan Blaney derzeit den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Doch während der Pilot glänzt, offenbart ein Blick auf die Boxengasse eine Schwachstelle: Laut Racing Insights rangiert die Crew der Startnummer 12 lediglich auf Platz 35, da es beim Service zu massiven Positionsverlusten und Patzern kommt, die im Rennen schwer ins Gewicht fallen. Dies zwingt Team Penske nun zum Handeln, was zur Neubesetzung des Jack-Mans (Wagenhebers) führt.
Ursprünglich sah der Plan vor, den aktuellen Jackman, Landon Honeycutt, zu Wood Brothers Racing und dem Ford mit der Nummer 21 zu versetzen. Im Gegenzug sollte Patrick Gray zur Startnummer 12 von Blaney kommen. Gray ist bereits mit Penske vertraut: Beim Finale 2024 in Phoenix sprang er mitten im Rennen für das Team der Startnummer 22 ein und verhalf Joey Logano so zu dessen drittem Cup-Titel.
Doch nur wenige Stunden nach der ersten Meldung änderten sich die Pläne erneut. Wie Bozi Tatarevic von Motorsport.com berichtet, steht Gray für das kommende Wochenende nicht zur Verfügung, weshalb eine alternative Lösung gefunden werden muss. Blaney erhält stattdessen Graham Stoddard, der normalerweise für den Ford von Front Row Motorsports mit Noah Gragson am Steuer tätig ist. Dieser Wechsel ist vorerst nur für das Rennen in Kansas angesetzt.
Die Zahlen untermauern die Dringlichkeit des Wechsels: In den ersten acht Saisonrennen verlor Blaney 88 Positionen in der Boxengasse. Damit gehört seine Crew zu den am schlechtesten bewerteten der gesamten Serie. Die durchschnittliche Standzeit liegt über 2,5 Sekunden hinter dem Schnitt des restlichen Feldes zurück.
Auch der Konkurrenz fiel die Performance seiner Boxenmannschaft auf, wie Kyle Larson nach Bristol kommentierte: „Ich war mir nicht sicher, ob heute überhaupt jemand die 12 überholen könnte. Aber wir kamen in Führung – auch, weil die Boxencrew der 12 ihn immer wieder zurückwarf. Ich weiß nicht genau, was da schiefgelaufen ist.“
Blaney selbst gab sich nach dem Rennen auf dem Short Track gewohnt deutlich: „Wir müssen definitiv besser werden. Wenn wir weiterhin vorne mitfahren und siegfähige Autos haben wollen, müssen wir diese Fehler abstellen.“
Inwieweit die personelle Änderung Früchte trägt, wird sich am kommenden Sonntag auf dem Kansas Speedway zeigen.
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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.





