Denton überzeugt im ARCA-West-Rennen auf dem Tri-City Raceway
Cole Denton fuhr im ARCA-West-Rennen auf dem Tri-City Raceway zum Sieg – Der dominierte das gesamte Wochenende
Cole Denton hat das Rennen der ARCA Menards Series West auf dem Tri-City Raceway im US-Bundesstaat Washington für sich entschieden. Der 15-Jährige bezwang am Samstagabend in einem packenden Duell den Tabellenführer Trevor Huddleston und feierte damit seinen zweiten Saisonsieg.
Auf dem anspruchsvollen Tri-Oval in West Richland reichte dem Youngster ein cleveres Manöver beim vorletzten Restart, um die Führung zu übernehmen und bis ins Ziel zu verteidigen.
Der junge Pilot aus Pascagoula im US-Bundesstaat Mississippi erarbeitet sich in der amerikanischen NASCAR-Nachwuchsserie im Jahr 2026 rasant einen Namen. Weil er auch dieses Mal wieder die Bestzeit im Training fuhr und im Qualifying mit 18,578 Sekunden einen neuen Streckenrekord aufstellte, verpassten ihm die Experten prompt den Spitznamen „Pole Denton“.
Dabei war die Strecke für das Talent komplettes Neuland. Denton musste sich auf die völlig unterschiedlichen Kurven des Tri-Ovals einstellen und gleichzeitig dem permanenten Druck des Routiniers Huddleston standhalten. Nach dem Start verlor der Teenager die Führung zunächst an den Tabellenführer, konterte später aber mit der exakt gleichen Linie auf der Außenbahn.
„Jede Strecke, auf der wir dieses Jahr waren, ist neu für mich“, erklärte Denton nach dem Rennen sichtlich beeindruckt von seiner eigenen Leistung. „Es war mein erstes Mal überhaupt auf einem Tri-Oval und ich liebe diese Strecke, denn die Kurven eins, zwei und drei sind alle völlig unterschiedlich und einfach großartig.“
Für Denton war es nach seinem Erfolg auf dem Tucson Speedway im April bereits der zweite Meilenstein in dieser Saison, wobei beide Siege völlig unterschiedliche Qualitäten erforderten. Während in Arizona extremes Reifenschonen im Vordergrund stand, ging es in West Richland um pure Nervenstärke im direkten Zweikampf und das perfekte Timing bei den zahlreichen Restarts.
Huddleston, der nach zwei Siegen in Folge eigentlich den Hattrick perfekt machen wollte, zeigte sich als fairer Verlierer und verbuchte den zweiten Platz als Erfolg auf einer für ihn traditionell schwierigen Strecke. „Cole hat einen phänomenalen Job gemacht, er hat jede einzelne Runde perfekt getroffen“, lobte der Meisterschaftsführende den Sieger anerkennend.
Mit dem Triumph setzte Denton gleichzeitig die Erfolgsgeschichte seines Teams Jan’s Racing fort, das bereits im Vorjahr mit Kyle Keller auf dieser Strecke siegreich war. Teambesitzer Jan Qualkenbush durfte sich zudem über ein starkes Teamergebnis freuen, da die Mannschaft gleich drei Fahrzeuge an den Start gebracht hatte.
Hinter dem Spitzenduo komplettierte Mia Lovell das Podium mit dem besten Ergebnis ihrer noch jungen Karriere in der ARCA-West-Serie. Die Plätze vier und fünf gingen an Robbie Kennealy und Mason Massey. Die nächste Station der ARCA Menards Series West ist am 26. Juni das erste von zwei Rundstreckenrennen der Saison auf dem berühmten Sonoma Raceway in Kalifornien.
Dir hat dieser Artikel gefallen? Journalismus auf Leadlap.de ist und bleibt dauerhaft werbefrei und für alle ohne Bezahlschranke kostenlos. Damit ich dieses Projekt auch in Zukunft unabhängig und in dieser Tiefe betreiben kann, freue ich mich über deine freiwillige Unterstützung. Jeder Beitrag hilft direkt dabei, die Qualität und Vielfalt meiner Berichterstattung zu sichern.
Jetzt Leadlap.de und André Wiegold unterstützen via PayPal
(Hinweis: Freiwilliger Beitrag zur Förderung journalistischer Inhalte, inkl. USt., keine steuerlich absetzbare Spende.)
Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





