Nach Busch-Tragödie: Austin Hill fährt die Saison für RCR zu Ende
Nach dem plötzlichen Tod von Kyle Busch ordnet Richard Childress Racing die Cockpits neu – Austin Hill wird die verbleibenden Rennen der NASCAR Cup Series 2026 in der Startnummer 33 bestreiten
Austin Hill wird für den Rest der NASCAR-Cup-Series-Saison 2026 die Startnummer 33 für Richard Childress Racing (RCR) steuern. Das bestätigte Teambesitzer Richard Childress am Samstagmittag am Michigan International Speedway. Es waren die ersten öffentlichen Worte des Teamchefs seit dem plötzlichen Tod von Top-Pilot Kyle Busch am 21. Mai. Die Entscheidung fiel bewusst auf Hill, um nach dem schweren Verlust Ruhe in die Organisation zu bringen und keine zusätzliche Belastung für das Team zu schaffen.
„Austin wird das Auto, so weit es uns betrifft, für den Rest des Jahres fahren“, erklärte Childress vor den versammelten Medienvertretern in Michigan. Der Teamchef stellte klar, dass man in dieser emotionalen Ausnahmesituation keine unnötigen Experimente eingehen wolle: „Wir wollen niemandem eine zusätzliche Last aufbürden.“
Hinter den Kulissen greift nun ein Mechanismus, den das Team in seiner langen Historie tragischerweise schon einmal durchleben musste. Die Sponsorenpartner, die ursprünglich die Startnummer 8 von Kyle Busch unterstützten, wandern geschlossen mit Hill auf die Startnummer 33. Das Szenario erinnert unweigerlich an das Jahr 2001, als GM Goodwrench nach dem tödlichen Unfall von Dale Earnhardt auf die Startnummer 29 mit Kevin Harvick umstieg.
„Unsere Sponsoren waren großartig in der Zusammenarbeit, um das durchzustehen, genau wie wir es damals mit Dale erlebt haben“, zog Childress den emotionalen Vergleich zur Teambasis. Die Geldgeber hielten dem Team in der Krise bedingungslos die Treue: „Die Sponsoren haben nach diesem Verlust wirklich gut mit uns kooperiert. Austin Hill in das Auto zu setzen, war die Wahl, die wir getroffen haben.“

Besonders bitter: Eigentlich wollten RCR und General Motors an diesem Wochenende in Michigan die Vertragsverlängerung mit Kyle Busch bis einschließlich 2027 offiziell verkünden. Childress erinnerte sich sichtlich bewegt an ein Gespräch mit Busch, das nur zwei Nächte vor dessen Ableben stattfand. Busch war optimistisch, dass das Team mit der Leistung der jüngsten Rennen in Texas, Watkins Glen und Dover einen echten Lauf in Richtung Playoffs starten könnte.
Für den erfahrenen Teambesitzer steht fest, dass Busch eine fundamentale Lücke im Sport hinterlässt. „Kyle wird als einer der größten Rennfahrer in die Geschichte eingehen, die es je gegeben hat“, würdigte Childress seinen verstorbenen Piloten. Der Platz in der Ruhmeshalle sei ihm sicher: „Er wird in die Hall of Fame aufgenommen. Ich würde es am liebsten sehen, wenn er sofort dort einzieht.“
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.






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