NASCAR Whelen Euro Series

Vittorio Ghirelli und Venray: Eine Oval-Liebesgeschichte

Michael Großgarten

Der Sieg von Vittorio Ghirelli in der EuroNASCAR-2-Meisterschaft 2019 am Raceway Venray hat seine Liebe zum Ovalrennsport entfacht

“Ich liebe Ovalracing!” Das ist der erste Satz, den Vittorio Ghirelli gegenüber ‘Leadlap.de’ auf die Frage nach seinem Saisonhighlight sagt. Der Italiener, der das EuroNASCAR-2-Rennen am Raceway Venray gewonnen hat, ist von dieser Art des Motorsports sehr begeistert und will auch kommendes Jahr zur halbe Meile in den Niederlanden zurückkehren.

“Ich war von Anfang an selbstbewusst”, so der Italiener weiter, der in der NASCAR Whelen Euro Series (NWES) 2019 für Racers Motorsport und PK Carsport an den Start gegangen ist. “PK Carsport hat mir ein tolles Auto zur Verfügung gestellt. Außerdem haben mir mein Teamkollege Nicolo Rocca und Teamchef Anthony Kumpen wichtige Tipps gegeben”, so Ghirelli.

An das “unglaublich gute Rennen” erinnert sich der Italiener, der im Jahr 2019 seine erste NWES-Saison absolviert hat, gerne zurück. Klar, dass Ghirelli das Rennen auf dem 880 Meter langen Oval von Streckenbesitzer Harry Maessen als sein persönliches Highlight ansieht, denn es war sein erster und einziger EuroNASCAR-Sieg bisher.

Foto: Volkan Avci

Ovalerfahrung hat Ghirelli zuvor nicht gesammelt, weshalb sein Start-Ziel-Sieg in dem 70 Runden langen Lauf ohne eine einzige Gelbphase umso beeindruckender ist. “Es war hart, aber es hat sich toll angefühlt, endlich die Korken knallen zu lassen”, so Ghirelli weiter.

Im Jahr 2020 will der 25-Jährige wieder in der NWES starten, womöglich sogar in der EuroNASCAR-Pro-Meisterschaft (ehemals ELITE-1-Division). Er erklärt: “Ich arbeite gerade daran, das Budget zusammenzukriegen. Ich werde wahrscheinlich in der EuroNASCAR-Pro-Meisterschaft fahren.”

Eigentlich müssten die Teams dem Italiener die Tür einrennen, denn er hat im Jahr 2019 Ghirelli einen starken Eindruck hinterlassen. Er war bis zum letzten Wochenende ein Titelkandidat in der EuroNASCAR-2-Meisterschaft, holte einen Sieg und acht Top-5-Ergebnisse. Letztlich wurde er hinter Champion Lasse Sörensen und Giorgio Maggi auf Platz drei der Gesamtwertung und Rookie Trophy gewertet.

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