Am Donnerstag findet das Finale der ELITE-Club-Division in der NASCAR Whelen Euro Series statt – Die Piloten der Gleichmäßigkeitsprüfung müssen sich in Zolder beweisen

Der Circuit Zolder in Belgien ist zum vierten Mal Austragungsort der EuroNASCAR-Finals. Schon am Donnerstag wird der Titelkampf in der ELITE-Club-Division entschieden. Noch drei Fahrer haben große Chancen, die Meisterschaft in der Gleichmäßigkeitsprüfung der NASCAR Whelen Euro Series zu gewinnen.

Ganz oben in der Gesamtwertung steht Advait Deodhar. Der Inder, der von Dexwet-DF1 Racing für die Saison 2019 für die ELITE-2-Division bestätigt wurde, trat in der Saison 2018 in der ELITE-Club für verschiedene Teams an. In Zolder startet er in der Startnummer 27 von BVR Motorsport. In der Gesamtwertung führt er aktuell mit 23 Punkten vor Dexwet-Geschäftsführer Clemens Sparowitz. Champion Andreas Kuchelbacher liegt auf Platz drei mit 26 Zählern Rückstand.

„Ich habe Fitnesstraining betrieben und mich im Simulator vorbereitet, um die Strecke zu lernen“, sagt Advait Deodhar gegenüber leadlap.de. „Ich werde alles geben, um ruhig zu bleiben und den Titel zu holen.“ Im Titelkampf tritt der Inder gegen seinen Teamchef und Teamkollegen Sparowitz an, der für Dexwet-DF1 Racing startet. Ein Problem sieht Deodhar nicht: „Wir gehen fair miteinander um und werden uns auf der Strecke genügend Platz lassen.“

Drei Jahre lang hatte Deodhar auf Motorsport verzichtet, bis er erstmals in der NASCAR Whelen Euro Series startete. Er ist erst der zweite Inder in der Geschichte der EuroNASCAR, der sich in Europa versucht. Falls er den Titel holt, würde „ein Traum wahr werden“. Aufgrund seiner Starts in der NASCAR Whelen Euro Series sei die Popularität der Rennklasse in Indien massiv gestiegen, so Deodhar weiter. Er sagt: „Ich versuche alles, um die Serie zu bewerben. Nächstes Jahr will ich die komplette ELITE-2-Saison fahren, viel testen und mit vollen Budget antreten. Ich will um den Titel mitfahren.“

Sparowitz, der viele Punkte auf Deodhar aufholen muss, um noch Meister zu werden, geht gelassen in das Finale von Zolder. „Ich habe mich nicht großartig vorbereitet“, sagt er gegenüber leadlap.de. „Ich hoffe, dass meine Erfahrung aus dem vergangenen Jahr mir helfen wird.“ Deodhar habe den Titel verdient, weshalb der Österreicher nicht traurig wäre, in der Meisterschaft Zweiter zu werden. An den Titel denkt Sparowitz nicht: „Ich kann nur das Unglück anderer erben, das will ich mir gar nicht wünschen.“ Im kommenden Jahr wolle Sparowitz in der EuroNASCAR weiter durchstarten.

Der aktuelle Champion Kuchelbacher hofft derweil noch auf eine Chance, seinen Titel zu verteidigen. Gegenüber leadlap.de sagt der Alex-Caffi-Fahrer: „Ich werde wie jedes Wochenende hoch motiviert und konzentriert an die Sache herangehen. Es wird nicht einfach werden, meinen Titel zu verteidigen.“ Sein Ziel sei es, die Konkurrenz unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen. Einzig allein so könnte er noch an Deodhar und Sparowitz vorbeiziehen. Ob Kuchelbacher in der kommenden Saison weiterhin in der NASCAR Whelen Euro Series starten wird, steht noch nicht fest.

Interviews: Michael & Wayne Großgarten