ARCA Series West in Colorado: Huddleston feiert Sieg und verrät private News

ARCA Series West in Colorado: Huddleston feiert Sieg und verrät private News
Foto: Chet Strange/ARCA Racing

Auf dem Colorado National Speedway gewann Trevor Huddleston dominant das Rennen der ARCA Series West – Nach dem Sieg verkündete der Pilot die Schwangerschaft seiner Partnerin und ehrte die verstorbene Legende Kyle Busch

Der Colorado National Speedway ist ein besonderer Ort für Trevor Huddleston: Der 29-Jährige sicherte sich hier mit einer dominanten Vorstellung nicht nur seinen zweiten Saisonsieg in der ARCA Series West, sondern verkündete im Rahmen seines Triumphs auch eine ganz besondere Nachricht – der High-Point-Racing-Pilot wird Vater.

Hier geht es zu den Highlights

Vor dieser emotionalen Bekanntgabe dominierte er das Rennen jedoch wie kein Zweiter. In den ersten Runden lieferte er sich noch ein packendes Duell mit Robbie Kennealy in der Startnummer 1. Doch als der Überrundungsverkehr ins Spiel kam, fand Huddleston die entscheidende Lücke, schob sich am Chevrolet des 20-Jährigen vorbei und setzte sich zum ersten Mal an diesem Abend an die Spitze des Feldes.

Auch eine Gelbphase und der daraus resultierende Restart 69 Runden vor Schluss brachten ihn nicht aus der Ruhe. Kennealy witterte zwar noch einmal seine Chance zum Angriff, doch der Kalifornier hielt dem Druck stand und fuhr souverän in die Victory Lane.

Dort war der Jubel aus mehreren Gründen groß, wie Huddleston voller Euphorie berichtete: „Ich habe im Rennsport schon viele besondere Momente erlebt“, erzählte er. „Ich habe meiner Freundin an der Rennstrecke einen Heiratsantrag gemacht, und nun freuen wir uns riesig, bekanntgeben zu dürfen, dass wir im November unser erstes Kind erwarten. Das ist etwas ganz Besonderes.“ Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Wir haben auch schon nachgeschaut: Mit viereinhalb Jahren können sie in den Quarter Midgets anfangen. Damit werden wir starten.“

Darüber hinaus ehrte Huddleston die plötzlich verstorbene Rennfahrerlegende Kyle Busch mit einer Verbeugung, die an den berühmten NASCAR-Rekordsieger erinnern sollte. „Mein Crew-Chief und ich hatten im Vorfeld darüber gesprochen, wie wir Kyle Busch würdigen könnten“, erklärte Huddleston diese Geste. „Niemand kann sich so verbeugen wie er, aber es war mir eine absolute Ehre, ihn zu repräsentieren. Als Rennfahrer versucht jeder, wie Kyle Busch zu sein. Ihn auf diese Weise zu ehren, war einfach ein überwältigendes Gefühl.“

Auch für den Zweitplatzierten Robbie Kennealy hatte das Rennen eine besondere Verbindung zu der Legende: Das Auto, das er an diesem Samstag fuhr, basierte auf einem Chassis, das zuvor von Kyle Busch Motorsports eingesetzt worden war. Kennealys zweiter Platz hinter Huddleston markierte nicht nur sein bestes Saisonergebnis, sondern baute auch seine starke Serie von Top-5-Platzierungen auf drei Rennen in Folge aus. Kennealy weiß zwar, dass ihm der Platz hinter Huddleston mit Blick auf die Meisterschaft nicht zwingend weiterhilft, doch die Fortschritte der letzten Wochen stimmen ihn optimistisch, noch in diesem Jahr selbst in die Victory Lane zurückzukehren.

Entsprechend gelassen nahm er den zweiten Rang auf: „Unser Jan’s Racing Ford Fusion mit der Startnummer 1 war heute Abend wirklich, wirklich gut“, resümierte Kennealy. „Uns hat vielleicht nur die ein oder andere kleine Anpassung gefehlt, um ganz an Huddleston dranzubleiben. Unser Jahr hat zwar nicht besonders gut angefangen, aber wir haben heute starken Speed gezeigt und bewegen uns in die richtige Richtung. Darauf bin ich wirklich stolz.“

Cade Fox, ein Stammfahrer auf dem Colorado-Oval, sicherte sich vor dem begeisterten heimischen Publikum einen viel umjubelten dritten Platz. Hinter Fox überquerte Mason Massey als Vierter die Ziellinie, während Kyle Keller bei seinem ersten Start in der West Series 2026 die Top 5 komplettierte.

Als Nächstes steht für die ARCA Menards Series West das NAPA Auto Care 150 Greg Biffle Memorial auf dem Tri-City Raceway auf dem Programm.

Dir hat dieser Artikel gefallen? Journalismus auf Leadlap.de ist und bleibt dauerhaft werbefrei und für alle ohne Bezahlschranke kostenlos. Damit ich dieses Projekt auch in Zukunft unabhängig und in dieser Tiefe betreiben kann, freue ich mich über deine freiwillige Unterstützung. Jeder Beitrag hilft direkt dabei, die Qualität und Vielfalt meiner Berichterstattung zu sichern.

Jetzt Leadlap.de und André Wiegold unterstützen via PayPal

(Hinweis: Freiwilliger Beitrag zur Förderung journalistischer Inhalte, inkl. USt., keine steuerlich absetzbare Spende.)

Autor(en)

Redakteur | Zur Webseite |  + posts

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.