NASCAR Whelen Euro Series

NWES-Veteran Lasserre: „Ich bin der Ingenieur, der Coach und der Fahrer“

Michael Großgarten

Lucas Lasserre kehrte in diesem Jahr an die Spitze der EuroNASCAR zurück – Dabei ist er in vielerlei Hinsicht auf sich allein gestellt

Die ersten Läufe der NASCAR Whelen Euro Series (NWES) 2020 sahen die Wiederauferstehung von Lucas Lasserre im EuroNASCAR FJ mit der Startnummer 33 von Mishumotors. Der Franzose, der bereits 2009 zum ersten Mal in der NWES fuhr, hatte 2019 eine ziemlich beschwerliche Saison. Nach einem gelungenen Start in die neue Saison fühlt sich der 42-Jährige nun bereit, wieder um Spitzenpositionen zu kämpfen.

Mit 29 Punkten Rückstand auf den Tabellenführer der EuroNASCAR PRO-Meisterschaft, Alon Day, liegt Lasserre derzeit auf Platz acht der Gesamtwertung. Allerdings muss sich der Franzose damit begnügen, sich überwiegend auf sich selbst zu verlassen.

Der Tausendsassa unter den EuroNASCAR-Fahrern

„Ich arbeite für Mishumotors in diesem Jahr alleine an der Startnummer 33. Die Nummer 70 ist nicht da, da Teamchef Mirco Schultis aktuell nicht fährt, doch vielleicht kehrt er zum Finale in Valencia ins Auto zurück“, sagt der Champion der Saison 2010 gegenüber ‚EuroNASCAR.com‚. „Ich organisiere alles bei Mishumotors, aber wir haben eine gute Stimmung im Team. Ich bin der Ingenieur, der Coach und der Fahrer, weshalb ich an den Rennwochenenden sehr beschäftigt bin. Aber ich mag es so!“

Credits: Michael Großgarten

Trotz dieser enormen Arbeitsbelastung weist Lassere darauf hin, dass ihn die veränderte Herangehensweise nicht stört: „Wir hatten Probleme [im letzten Jahr], die Reifen zu verstehen und mein Teamkollege war vergangenes Jahr dreimal in Unfälle verwickelt. Deshalb war es keine einfache Saison für uns. In diesem Jahr können wir sicher um Topergebnisse kämpfen und ich denke, dass für uns ein Top-5-Resultat realistisch ist.“

„Wir haben vor dem Auftakt in Vallelunga nicht getestet, aber ich denke, dass wir im Vergleich mit der Konkurrenz in guter Verfassung sind“, betont Lassere nach einem fantastischen vierten und dritten Platz beim Saisonauftakt in Italien.

„Ich muss das volle Potenzial aus dem Auto herausholen und darf keine Fehler machen”

In den folgenden Rennen in Belgien hatte der Fahrer mit der Startnummer 33 jedoch Mühe, sich aus den Kämpfen im Mittelfeld zu befreien. Letztlich führte dies nur zu zwei vierzehnten Plätzen.

Dennoch konzentriert sich Lasserre darauf, in den verbleibenden Rennen konkurrenzfähig zu sein: „In diesem Jahr werden die letzten Rennen sehr wichtig sein, da es doppelte Punkte gibt. Ich muss das volle Potenzial aus dem Auto herausholen und darf keine Fehler machen. Wenn wir das schaffen, werden wir sehen, wofür es reicht.“

Nachdem der tschechische NASCAR-GP wegen der schwierigen Pandemie-Situation für dieses Jahr aus dem Kalender gestrichen wurde, wird die NWES das nächste Rennen auf dem Automotodrom Grobnik bei Rijeka bestreiten. Somit wird Kroatien vom 14. bis 15. November Gastgeber seines ersten NASCAR-GP überhaupt sein.

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