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Trans Am Australia: Aaron Seton führt nach drei Events knapp vor Nathan Herne

Trans Am Australia

Die Trans Am Australia ist bereits in vollem Gange und drei spannende Events mit jeweils drei Rennen sind in den Büchern – Aaron Seton führt mit nur zwei Punkten Vorsprung auf Nathan Herne

Die Trans Am Australia gehört zu den spannendsten TA2-Serien auf der Welt. In den kurzweiligen Sprintrennen kommen Muscle-Cars mit etwas weniger als 500 Pferdestärken zum Einsatz. Die Silhouetten bilden ikonische Fahrzeuge wie den Ford Mustang, Chevrolet Camaro und Dodge Challenger ab. Nach drei Events führt Aaron Seton mit nur zwei Punkten Vorsprung auf Nathan Herne die Gesamtwertung an.

Die Serie wird auf Motorsport.tv übertragen!

Das erste Rennwochenende fand auf dem Symmons Plains Raceway im australischen Tasmanien statt. Der 2,41 Kilometer lange Kurs zeichnet sich durch zwei lange Geraden und einer unfassbar engen Haarnadelkurve aus, die zudem überhöht ist und – wie bei der berühmten Korkenzieherkurve in Laguna Seca – abwärts geht.

Die ersten drei Rennen in Tasmanien

Credits: Trans Am Australia

Den ersten Lauf der Saison über 18 Runden gewann Herne in seinem Dodge Challenger mit der Startnummer 29. Nach einem spannenden Dreikampf an der Spitze überquerte der Dream-Racing-Australia-Fahrer die Ziellinie nur rund 0,5 Sekunden vor Seton im Ford Mustang mit der Startnummer 1, der Zweiter wurde. Das Podium komplettierte Chevrolet-Camaro-Pilot Brett Holdsworth.

Der zweite Lauf, der wieder eine Distanz von 18 Runden hatte, glich dem ersten. Wieder gab es an der Spitze einen spannenden Dreikampf, bis sich Seton und Herne absetzten. Doch dieses Mal zog Herne im Challenger den Kürzeren. Seton fuhr rund 1,5 Sekunden vor seinem Konkurrenten ins Ziel und feierte so seinen ersten Saisonsieg.

Das Finale auf dem Symmons Plains Raceway ging über 26 Runden. Herne, Seton und Owen Kelly lieferten sich an der Spitze einen heißen Kampf um den Rennsieg. Erst kurz vor Schluss – nach einigen Führungswechseln – setzte sich Herne gegen Seton durch, um seinen zweiten Saisonsieg einzutüten. Kelly verlor noch seinen Podiumsplatz an Tim Brook, der am Ende noch mehr Pfeile im Köcher hatte als der Garry-Rogers-Fahrer.

Nächster Halt: Phillip Island

Der zweite Event der Saison 2021 fand auf dem legendären Phillip Island Circuit statt. Der 4,445 Kilometer lange Kurs ist Heimat der Motorrad-WM und Supercars-Rennen. Wie schon in Tasmanien standen drei Rennläufe auf dem Programm der Trans Am Australia.

Der erste Laufsieg ging an Kelly, der bereits auf dem Symmons Plains Raceway eine gute Pace gezeigt hatte. Ihn trennte aber gerade einmal rund ein Zehntel von Seton, der nach einem starken Rennen den zweiten Platz holte. Herne kam mit rund neun Sekunden Rückstand auf Rang drei ins Ziel und sicherte sich so wichtige Punkte im Titelkampf.

Credits: Trans Am Australia

Im zweiten Lauf war es Herne, der so richtig aufdrehte. Er übernahm erst die Führung, wurde dann aber von Seton kassiert. Nach einer fulminanten Aufholjagd und zwölf Runden fuhr Herne mit seinem Challenger rund drei Zehntel vor Seton ins Ziel, der bereits zum vierten Mal in dieser Saison auf Platz zwei landete. Das Podium rundete Kyle Gurton, der sogar die Chance auf den Rennsieg hatte, im Ford Mustang ab.

Seton schaffte im Finale den Sprung auf die höchste Stufe des Podiums. Dafür schlug er in seinem Mustang Herne, der im dritten Lauf auf dem Phillip Island Circuit chancenlos war. Er musste sich gegen Gurton verteidigen, der nur haarscharf den zweiten Platz verpasste.

Das legendäre Bathurst

Die Trans Am Australia startete am dritten Rennwochenende der neuen Saison auf einer der wohl berühmtesten, aber auch gefürchtetsten Strecken der Welt: auf dem Mount Panorama Circuit in Bathurst. Der rund 6,2 Kilometer lange Kurs ist Austragungsort der berühmten 1000 Kilometer von Bathurst und der 12h von Bathurst. Drei Rennen mit einmal sechs und zweimal acht Runden standen auf dem Programm.

Doch wer meisterte den Mount Panorama am besten? Im ersten Lauf war es Seton, der unter Gelb vor seinem engsten Verfolger Herne ins Ziel kam. Kelly landete vor Brook auf Platz drei, während Edan Thornburrow im Ford Mustang die Top 5 komplettierte. Insgesamt 22 TA2-Boliden standen am Start des Rennens.

Gurton sah die Zielflagge nicht, da er sein Auto wegen eines Defekts abstellen musste. Matthew MacKelden musste das Rennen ebenfalls frühzeitig aufgeben, weil er in einem Zweikampf die Kontrolle über seinen Ford Mustang verlor und heftig in die Reifenstapel krachte. Das Auto wurde zerstört, der Fahrer war nach dem Crash aber in Ordnung. Das war auch der Grund für die finale Safety-Car-Phase.

Credits: Trans Am Australia

Das zweite, zwei Runden längere Rennen ging wieder an Seton, der Herne dieses Mal vier Sekunden abnehmen konnte. Herne führte das Rennen an, kam aber von der Strecke ab, was Seton eiskalt ausnutzte. Der Fahrer der Startnummer 29 schaffte es immerhin, den zweiten Platz zu halten. Der Rest des Resultats glich dem des ersten Laufes: Kelly wurde Dritter vor Brook und Thornburrow.

Das letzte Rennen gewann hingegen wieder Herne, der vor Seton und Brook ins Ziel kam. In seinem Challenger übernahm er gleich nach dem Start die Führung und verteidigte sie bis zum Ende. Dabei wurde er aber mächtig von Seton unter Druck gesetzt, der sich sogar einmal neben Herne setzte, es aber nicht an diesem vorbei schaffte. Thornburrow verpasste das Podium auf Platz vier knapp und Hugh McAlister rundete die Top 5 ab.

Nach neun Läufen in der Trans-Am-Australia-Saison 2021 führt Seton mit 550 Punkten die Gesamtwertung an. Herne liegt mit 548 Punkten und damit nur zwei Zählern Rückstand auf Rang zwei. Thornburrow ist mit 468 Punkten bereits abgeschlagener Dritter, gefolgt von Brook und Hadrian Morrall auf Rang fünf. Damit kristallisiert sich ein heißer Titel-Zweikampf zwischen Seton und Herne heraus, die bisher in allen Runden überzeugt haben.

Das restliche Programm im Jahr 2021

Vom 30. April bis 2. Mai gastiert die Serie auf dem Sydney Motorsport Park. Die rund vier Kilometer lange Strecke beheimatet ein Supercars-Rennen und liegt im Südosten des Landes. Nächster Halt ist Morgan Park Raceway in Warwick, Queensland. Der im Jahr 1969 eröffnete Kurs besticht mit seinen zahlreichen Varianten und bietet eine Menge Abwechslung. Die Rennen dort finden vom 25. bis 27. Juni statt.

Credits: Trans Am Australia

Weiter gehts am 17. bis 19. September auf dem Sandown International Raceway. Der Highspeed-Kurs bestehend aus 13 Kurven liegt in Melbourne und war in der Geschichte schon Heimat verschiedener großer GT- und Tourenwagen-Rennen wie dem Sundown 500. Das Saisonfinale findet vom 26. bis 28 November in Bathurst statt, die einzige Strecke, die in der Saison 2021 gleich zweimal besucht wird. Auf dem Mount Panorama wird dann auch der Meister der Trans Am Australia gekrönt.

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