World of Outlaws in Minnesota: Haudenschild trotzt dem Regen und Schuchart überrascht spät

World of Outlaws in Minnesota: Haudenschild trotzt dem Regen und Schuchart überrascht spät
Foto: Tyler Carr / World of Outlaws

Sheldon Haudenschild und Logan Schuchart siegten bei der World of Outlaws in Minnesota – Beide Fahrer triumphierten nach harten Kämpfen in der Schlussphase

Das Wochenende der World of Outlaws Sprint Car Series bot zwei packende Rennen in Minnesota, bei denen Sheldon Haudenschild und Logan Schuchart jeweils einen Sieg einfuhren. Im „Staat der 10.000 Seen“ gastierte die Serie auf dem Ogilvie Raceway und im Jackson Motorplex.

Das Freitagsrennen der „Greatest Show on Dirt“ ging jedoch nicht ohne Unterbrechungen über die Bühne. Bereits vier Runden nach dem Start machte Mutter Natur Fahrern und Fans einen Strich durch die Rechnung. Erst drei Stunden später konnte der 30-Runden-Lauf wieder aufgenommen werden.

Nach dem Neustart entbrannte über die verbleibenden 26 Umläufe ein harter Kampf zwischen Sheldon Haudenschild, Carson Macedo und Garet Williamson. Als die grüne Flagge geschwenkt wurde, setzte sich Williamson zunächst an die Spitze. Haudenschild ließ den 26-Jährigen nicht davonkommen und zog in Runde 11 vorbei. 

In der Schlussphase schob sich Macedo auf den zweiten Platz vor und fand die Lücke, um Haudenschild im Kampf um die Führung zu überholen. Haudenschild konterte jedoch in Kurve 4. Danach konnte der aus Wooster, Ohio, stammende Pilot schließlich den nötigen Abstand zwischen sich und Macedo bringen.

„Hut ab vor Kyle Ripper, Adam Clark und Dauson Heitritter“, lobte Haudenschild seine Crew. „Nächte wie diese machen nicht wirklich Spaß. Ich meine, ich habe zwar meinen Spaß auf der Strecke, aber für die Crewmitglieder und all die Jungs, die ständig unterwegs sind, ist es eine Menge Arbeit, wenn der Regen kommt und alles nass wird. Danach müssen wir noch vier Stunden zum nächsten Ort fahren. Aber hey, ein riesiges Dankeschön an die Fans, dass sie bis zum Ende durchgehalten haben.“

Später Siegeszug von Schuchart

Der zweite Lauf wurde etwa 250 Kilometer südlich von Minneapolis im Jackson Motorplex ausgetragen. Der „Fendt Showdown“ begann direkt mit einem packenden Duell zwischen Schuchart und dem zehnmaligen World-of-Outlaws-Champion Donny Schatz.

Schuchart schaffte es zwar, sich leicht abzusetzen, doch von hinten meldete sich Haudenschild zu Wort und knöpfte dem Rekordmeister den zweiten Platz ab. Er verlor keine Zeit und nur zwei Runden später übernahm er die Spitze. Als Haudenschild davonzog, sah alles nach einer Vorentscheidung aus, doch der Überrundungsverkehr brachte noch einmal etwas Würze in den Lauf. 

Mit weniger als zehn verbleibenden Umläufen begann Schuchart, den Rückstand auf Haudenschild wieder zuzufahren, und zog dabei Schatz und Macedo mit. Drei Runden vor Schluss schoss Schuchart auf der Start-Ziel-Geraden an Haudenschild vorbei.  Er hielt das starke Trio hinter sich auf Distanz und brachte die Nummer 1S von Shark Racing in die Victory Lane.

„Ich wusste, dass wahrscheinlich noch jemand kommen würde, und im Augenwinkel sah ich in den Kurven 1 und 2 ein Auto auf der Innenbahn“, erklärte Schuchart die Szene, in der Haudenschild ihn überholte. „Mir war klar, dass mich in diesem Moment ein Fahrer aus der Führungsrunde kassiert hatte. Wenn Sheldon erst einmal auf diesem Platz sitzt, wird es verdammt schwer. Manchmal ist es allerdings besser, der Jäger zu sein. Ich hatte das Gefühl, ich könnte den Flügel etwas zurücknehmen, voll auf’s Gas steigen und ein bisschen Katz und Maus spielen. In diesem Fall waren wir die Katze. Wir sind am Ende einfach besser geworden.“

Dieser Triumph bescherte Schuchart seinen dritten Saisonsieg und den 47. Erfolg seiner Karriere. Fünf dieser Siege feierte er im Jackson Motorplex. Damit ist das Oval nun gleichauf mit dem Eldora Speedway, was die erfolgreichste Strecke in seiner Vita ist.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.