NASCAR Whelen Euro Series

Tobias Dauenhauer auf Wolke sieben: Der Deutsche holt den NWES-Doppelsieg

Michael Großgarten

Er kam, sah und siegte! Tobias Dauenhauer sicherte sich bei seinem Debüt in der NASCAR Whelen Euro Series den Doppelsieg 

Der Samstag in Vallelunga war für Tobias Dauenhauer (Hendriks Motorsport) ein Auftakt nach Maß. Der Deutsche gewann gleich beide Rennen der EuroNASCAR-2-Meisterschaft und sicherte sich damit 80 Meisterschaftspunkte. 

In einem turbulenten, von einigen Zwischenfällen und Safety-Car-Phasen gekennzeichneten ersten Lauf der NASCAR Whelen Euro Series (NWES) fuhr der Rookie einen lupenreinen Start-Ziel-Sieg ein. Im zweiten Rennen entkam er der Konkurrenz an der Spitze und führte erneut alle Runden des Laufes an.

Nach dem Schwenken der grünen Flagge nutzte er seine Pole-Position aus und setzte sich an die Spitze des Feldes. Hinter ihm tobte ein erbitterter Kampf um die weiteren Plätze zwischen Simon Pilate (Feed Vict Racing), Vittorio Ghirelli (Hendriks Motorsport) und Andreas Jochimsen (DF1 Racing). 

Pilate sorgte mit einem Dreher in der ersten Runde für die erste Safety-Car-Phase des Rennens. Nach dem Restart verteidigte Dauenhauer seine Führung gegen Ghirelli, der mächtig Druck ausübte. 

Bis zu diesem Zeitpunkt war es auch für den Slowenen Gasper Dernovsek (Marko Stipp Motorsport) ein solides Debüt in der NWES. Das wurde jedoch in der zehnten Runde nach einem Crash jäh beendet und wieder musste das Safety-Car ausrücken – auch, weil Garisto (42 Racing) im Wagen mit der Startnummer 42 an anderer Stelle auf der Strecke im Kiesbett feststeckte. 

Somit feierte der Rookie Dauenhauer in seinem ersten Rennen unter Gelb gleich den ersten Sieg und zeigte sich im Interview mit der ‘NWES’ überglücklich: “Ich bin absolut happy und kann das garnicht in Worte fassen, hoffentlich kann ich das im zweiten Rennen wiederholen!“

Das Podium komplettierten Ghirelli und Alessandro Brigatti (Feed Vict Racing), der dem Team von Ex-Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve damit auch eine Podestplatzierung bescherte. 

Dauenhauer setzte sich  auch in der Rookie-Wertung gegen Alex Ciompi (42 Racing) und Kris Richard (Marko Stipp Motorsport) durch. Das Duell der beiden Damen im Feld entschied Julia Landauer (PK Carsport) für sich, während Eric Quintal (Mishumotors) die Legend Trophy gewann.

Wie schon im ersten Rennen startete Dauenhauer auch im zweiten Lauf von der Pole-Position. Der Deutsche setzte sich an der Spitze schnell ab, dahinter entwickelten sich jedoch einige spannende Duelle, die nicht immer glimpflich endeten.

Wenige Runden vor Schluss erwischte es auch das zweite Auto von Marko Stipp Motorsport. Richard und Landauer waren in einem Crash verwickelt, der für beide das Aus bedeutete.

Derweil fuhr Dauenhauer einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegen. Dahinter überquerte Brigatti als Zweiter die Ziellinie. Nicholas Risitano (Solaris Motorsport) wurde vor Ghirelli und Jochimsen Dritter. Arianna Casoli (CAAL Racing) kam auf Platz elf ins Ziel und gewann damit nicht nur die Lady Trophy, sondern auch die Legend Trophy.

“Es war ein perfektes Wochenende für uns, vor allem für mich als Rookie. Vielen Dank an Hendriks Motorsport, ich kann es nicht in Worte fassen“, so Dauenhauer im Sieger-Interview nach dem Rennen. “Ich freue mich auf die nächsten Rennen und kann es kaum erwarten.”

Das nächste NWES-Rennwochenende ist am 3. und 4. Oktober am Circuit Zolder in geplant. An diesem Wochenende wird auch erstmals die Club Challenge, die Gleichmäßigkeitsprüfung der NWES, stattfinden.

Der Autor / Die Autoren

Frank Reipen
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