NASCAR Whelen Euro Series

EuroNASCAR 2 in Most: Dauenhauer schüttelt Konkurrenz ab

Michael Großgarten / Leadlap.de

Tobias Dauenhauer gewann am vergangenen Wochenende beide Läufe der NWES auf dem Autodrom Most – Damit baute der Deutsche seine Gesamtführung aus

Die Rennen der EuroNASCAR 2 standen ganz im Zeichen von Tobias Dauenhauer.
Nachdem der junge Deutsche bereits in Brands Hatch seinen ersten Saisonsieg gefeiert hatte, holte er am vergangenen Wochenende in Most einen fulminanten Doppelsieg und baute damit seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus.

Das Samstagsrennen

Das Rennen am Samstag begann für Dauenhauer nicht optimal, denn er ruderte in der ersten Schikane nach dem Start wild durchs Kiesbett. Dabei verlor er jedoch nicht die Kontrolle über sein Fahrzeug und kehrte immer noch als Führender wieder auf die Strecke zurück. Diese Führung baute er im Verlauf des Rennens weiter aus und fuhr so einen sicheren Sieg nach Hause.

Den zweiten Rang sicherte sich der schnelle Inder Advait Deodhar am Steuer des Ford Mustangs mit der Startnummer 56 von CAAL Racing. Dritter wurde Dauenhauers Teamkollege und Lokalmatador Martin Doubek.

“Die Bedingungen waren recht schwierig und es war sehr rutschig”, so der EuroNASCAR-2-Tabellenführer. “Ich habe zu Beginn einen kleinen Fehler gemacht, aber danach habe ich die Lücke auf das zweitplatzierte Auto aufreißen können. Ich bin sehr glücklich und ich danke dem gesamten Hendriks-Team für das großartige Auto. Es hat großen Spaß gemacht und ich freue mich auf das Rennen morgen.”

Credits: Michael Großgarten / Leadlap.de

Sieger in der Rookie Trophy wurde der Finne Leevi Lintukanto von Iceboys DF1 Racing, der richtig schnell unterwegs war und seinen Chevrolet mit der Startnummer 23 auf den vierten Gesamtrang stellte. Zweiter wurde in dieser Sonderwertung Vict-Motorsport-Pilot Paolo Valeri vor seinem Landsmann Alberto Panebianco von Not Only Motorsport.

Die Legend Trophy entschied CAAL-Racing-Fahrer Max Lanza für sich, Yevgen Sokolovskyi von Marko Stipp Motorsport und Valeri komplettierten das Podium. Alina Loibnegger, die für Solaris Motorsport ins Steuer greift, durfte sich über ihren Sieg in der Lady Trophy freuen. Sie verwies die routinierte Arianna Casoli von CAAL Racing auf den zweiten Platz.

Das Sonntagsrennen

Wieder war es Dauenhauer, der als Erster über die Ziellinie fuhr. Dies war bereits sein dritter Saisonsieg und sein sechstes Top-5-Resultat in dieser Saison – bei sechs Starts. Dauenhauer dürfte am Ende ein gewichtiges Wort um die Vergabe der Meisterschaft mitzureden haben. Wie schon am Vortag feierte der junge Deutsche einen Start-Ziel-Sieg, der zu keiner Zeit gefährdet war.

“Ich bin sehr glücklich, weil es einfach ein perfektes Wochenende war”, so der glückliche Most-Doppelsieger. “Das Team hat das ganze Wochenende über eine tolle Leistung gezeigt – sowohl im Trockenen als auch im Nassen. Das Auto war einfach perfekt, weil das Team einen phänomenalen Job gemacht hat. Ich habe einfach mein Bestes gegeben. Ich habe keine Worte dafür, es war einfach ein perfektes Wochenende.”

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Das Rennen war allerdings von allerlei Zwischenfällen gekennzeichnet. Schon zu Beginn verlor Lanza etliche Karosserieteile, schleppte den waidwunden Camaro aber auf dem achten Rang ins Ziel. Heftiger traf es ausgerechnet den Lokalmatador Doubek: Er musste wegen einer gebrochenen Achse vorzeitig aufgeben, während Pierluigi Veronesi von Double V Racing mit Deodhar aneinander geriet und beide Piloten das Rennen nicht beendeten.

Sokolovskiy verpasste einen Bremspunkt und räumte dadurch Panebianco mit ab. Beinahe hätte er dabei auch noch seinen Teamkollegen Miguel Gomes getroffen. Größter Pechvogel war Thomas Krasonis von Academy Motorsport Alex Caffi, der sich in lediglich vier Runden von Platz 20 auf den zehnten Rang vorgekämpft hatte, dann aber sein Fahrzeug abstellen musste.

Aus allem Ungemach hielt sich 42-Racings Francesco Garisto heraus, was ihm am Ende den zweiten Gesamtrang einbrachte. Das Podium komplettierte Vladimiros Tziortzis, der ein sehr solides Rennen fuhr und nach eigenen Angaben nicht mit einem Platz auf dem Podest gerechnet hatte.

Credits: Michael Großgarten / Leadlap.de

Die Legend Trophy entschied der Finne Ian Eric Waden von DF1 Racing für sich. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Lanza und Gomes. Letzterer sicherte sich dadurch auch gleichzeitig erstmals den Sieg in der Rookie Trophy vor der jungen Österreicherin Loibnegger sowie Panebianco. Außerdem war es Gomes’ erstes Top-10-Ergebnis überhaupt. Casoli sicherte sich den Sieg in der Lady Trophy vor Loibnegger.

Die NASCAR Whelen Euro Series kehrt in drei Wochen – am 18. und 19. September – für den NASCAR-GP von Kroatien auf dem Automotodrom Grobnik in der Nähe von Rijeka zurück. Das Qualifying und alle Rennen werden auf der Facebookseite von Leadlap.de / Leadlap.net übertragen.

Der Autor / Die Autoren

Frank Reipen
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