IndyCar, International

IndyCar-Newsflash: Penske-Heimsieg nach Debakel in Nashville

Joe Skibinski

Will Power siegt in Indianapolis auf Penske-Terrain vor Romain Grosjean und Colton Herta – Alex Palou scheidet nach Motorschaden aus und büßt Vorsprung ein – Christian Lundgaard rast bei Debüt in die Top 15

Zwei später Gelbphasen zum Trotz, die Penske-Pilot Will Power zu überstehen hatte, siegte der Australier vor den Augen von Team- sowie Streckenbesitzer Roger Penske beim Heimspiel. Der Champion aus dem Jahr 2014 feierte vor dem erneut starken Romain Grosjean (Dale Coyne Racing) seinen ersten Sieg im Jahr 2021. Auf Rang drei reihte sich Colton Herta (Andretti Autosport) ein. Die Top 5 komplettierten Alexander Rossi (Andretti Autosport) und Patricio O´Ward (McLaren SP).

Während es Power und Herta gelang, ihre Fauxpas’ aus Nashville zu korrigieren, musste Alex Palou (Chip Ganassi Racing) hingegen eine bittere Pille schlucken. Der Tabellenführer büßte – bis dahin in den Top 5 fahrend – nach einem Motorschaden wertvolle Zähler gegen seine Konkurrenz ein. Freuen durfte sich jedoch Christian Lundgaard (Rahal Letterman Lanigan Racing), der bei seinem IndyCar-Debüt Zwölfter wurde.

Power macht Debakel von Nashville wett

Nach dem Debakel in der Music City vor Wochenfrist, zeigte sich Power in Indianapolis von seiner Schokoladenseite. In Nashville war der 40-Jährige noch maßgeblich an der Rotphase beteiligt und drehte gleich zwei seiner Teamkollegen aus dem Rennen. Doch vor den Augen des Teamchefs sorgte Power mit einem dominanten Auftritt für den zweiten Penske-Sieg der Saison 2021. Gleichzeitig avancierte Power zum neunten verschiedenen Sieger der laufenden Saison.

Nach Motorschaden: Kann Palou die Führung bis zum Saisonende halten?

Palou, der die Trümpfe zum ersten IndyCar-Titel eines Spaniers überhaupt in der Händen hält, erlitt in Indianapolis einen herben Rückschlag. 17 Umläufe vor Schluss verabschiedete sich das Honda-Aggregat des Spaniers und somit jegliche Chance, den eigenen Punktestand zu erweitern. 

Zwar liegt der Youngster in Folge noch 21 Punkte vor dem Zweitplatzierten O´Ward und weitere 13 Zähler vor Teamkollege Scott Dixon. Doch vor den finalen vier Rennen ist der Vorsprung des zweifachen Saisonsiegers erheblich geschmolzen. 

Lundgaard überzeugt beim Debüt

Der Sohn des früheren WRC-Piloten Henrik Lundgaard markierte mit Startplatz vier in der Qualifikation ein bärenstarkes Ergebnis bei seinem Debüt. Zwar beendete der 20-Jährige das Rennen aufgrund von Unerfahrenheit mit dem Reifenmanagement letztlich “nur” als Zwölfter. Dennoch überzeugte der Däne, der zu allem Überfluss noch in der Nacht vor dem Rennen an einer Lebensmittelvergiftung laborierte, bei seinem Einstand auf ganzer Linie.

13. Saisonlauf führt auf das letzte Oval des Jahres

In der Nacht vom 21. auf den 22. August steht am World Wide Technology Raceway (ehemals Gateway International Raceway) das letzte Oval-Rennen der aktuellen Saison an. 

Der Start zum Nachtrennen auf dem 1,25-Meilen-Kurs ist für 2:40 Uhr (MEZ) angesetzt. Motorvision TV überträgt live im Pay-TV ab 2 Uhr morgens.

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