„Manchmal passt es einfach nicht mehr“: Spire trennt sich Crew-Chief Childers
Rodney Childers und Spire Motorsports trennten sich nach neun Saisonrennen im Jahr 2025 – Schlechte Ergebnisse mit Justin Haley und interne Herausforderungen führten zur Entscheidung
Rodney Childers und Spire Motorsport gehen getrennte Wege. Der Crew-Chief-Veteran, der früher die Mannschaft von Kevin Harvick geleitet hat, wurde im Juli 2024 zu Spire Motorsports geholt. Am 24. März gab das Team bekannt, dass die Zusammenarbeit beendet wurde. Seine Rolle als Crew-Chief für Justin Haley im Team mit der Startnummer 7 wird Ryan Sparks übernehmen.
Im Statement von Spire-Mitbesitzer Jeff Dickerson heißt es: “NASCAR ist ein Sport im ständigen Wandel, und der Weg zu Verbesserungen ist nicht immer bequem. Die Pause im Kalender der Cup-Serie gab uns die Möglichkeit, eine Bestandsaufnahme unseres Programms vorzunehmen. In diesem Rahmen haben wir gemeinsam über die besten Perspektiven für alle Beteiligten gesprochen – und das Team sowie Rodney [Childers] kamen überein, dass eine Trennung der richtige Schritt wäre.“
„Rodney hat über 20 Jahre lang auf höchstem Niveau in unserem Sport gearbeitet und weiß genau, was es braucht, um Meisterschaften zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund haben wir auch offen die Herausforderungen innerhalb der Teamdynamik angesprochen. Denn die richtige Zusammenstellung von Talenten ist mindestens ebenso entscheidend wie die Ergebnisse auf der Rennstrecke“, so heißt es weiter.
„Während wir nun neue Wege einschlagen, verlieren wir nicht aus dem Blick, welch unschätzbaren Beitrag Rodney für unsere Organisation geleistet hat – und sicher auch künftig für andere Teams in diesem Sport leisten wird“, so Spire weiter.
Für Spire Motorsports verlief die Saison 2025 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich besser. Das Team konnte immer wieder vorne mitfahren und schrammte in Atlanta mit einem zweiten Platz in einem knappen Finish haarscharf an einem Sieg vorbei.
Doch die Ergebnisse von Haley ließen bisher zu wünschen übrig. Die ersten acht Rennen beendete der Spire-Chevrolet-Pilot im Schnitt auf Platz 28. Zum Vergleich: In den letzten acht Rennen der Saison 2024 kam Haley im Mittel auf den 19. Platz.
Childers äußert sich auf seinen Social-Media-Kanälen so: “Ich weiß, dass diese Nachricht für viele ein Schock ist. Aber manchmal läuft im Leben eben nicht alles perfekt – so ist es nun einmal. Dies war eine dieser Situationen, in der es für keine der beiden Seiten mehr richtig gepasst hat.“
„Ich bin dankbar für meine Zeit bei Spire, für die Zusammenarbeit mit JH [Justin Haley] und dem gesamten Team der Startnummer 7. Wir haben gemeinsam vieles auf den Weg gebracht, dessen Wirkung erst noch sichtbar werden wird. Ich wünsche ihnen für die Zukunft nur das Beste“, so Childers weiter.
„Mein Dank gilt auch allen bei Chevrolet, Mr. H [Hendrick] sowie dem gesamten Team von Hendrick Motorsports – es war mir eine Freude, erneut mit ihnen zusammenzuarbeiten“, sagt Childers.
„Für mich persönlich heißt es jetzt, erst einmal ein wenig Abstand zu gewinnen. Ich möchte mich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren – Familie und Freunde. Und dann werde ich einfach sehen, wohin mich die Rennsportwelt als Nächstes führt. Ich vertraue darauf, dass der da oben mich auf den richtigen Weg lenken wird“, so Childers.
Sparks der Childers Rolle einnimmt ist seit 2021 bei Spire Motorsports. Der Mann aus Winston-Salem, der Heimat des Bowman Grey Stadiums, war lange Zeit Teamchef von Corey Lajoie, mit dem er von Go Fast Racing kam.
Vor seiner Zeit bei Spire war er als Renningenieur für die Nummer 3 von Austin Dillon tätig. Mit ihm gewann er als Renningenieur die Titel in der Xfinity- und der Truck-Serie sowie das Coke 600 und das Daytona 500.
Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.





