EuroNASCAR-2-Meisterschaft mit Höhen und Tiefen: Gil Linster mit Saison nicht zufrieden

EuroNASCAR-2-Meisterschaft mit Höhen und Tiefen: Gil Linster mit Saison nicht zufrieden
Credits: Michael Großgarten / Leadlap.de

2022 ist Gil Linster wieder Vollzeit in der NWES gestartet – Mit dem Saisonverlauf ist Luxemburger aber alles andere als glücklich

Gil Linster hat im Jahr 2021 sein Comeback in der NASCAR Whelen Euro Series (NWES) gefeiert, nachdem er nach der Saison 2018 aus der Meisterschaft ausgestiegen war, um im US-Rennsport Fuß zu fassen – jedoch machte ihm die Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Im Jahr 2022 ging der Luxemburger wieder für CAAL Racing an den Start – wie schon 2017 und 2018.

Wirklich zufrieden war er mit der Saison jedoch nicht. “Vielen Dank an mein Team, vielen Dank an die Mechaniker für die Arbeit, die sie die ganze Saison geleistet haben, aber das zählt nicht zu einer guten Saison”, sagt er gegenüber ‘Leadlap.de’.

Dabei hätte der Saisonstart für Linster kaum besser laufen können. Obwohl der Rennfahrer aus Frisange körperlich nicht bei einhundert Prozent war, was die Vorbereitung des Luxemburgers massiv behindert hatte, reichte es in Valencia für die Ränge vier und fünf. In Großbritannien gab es dann aber den ersten Dämpfer. Für mehr als Platz elf und 18 reichte es in Brands Hatch nicht – auch wegen zahlreicher Strafen gegen den 29-Jährigen.

Auf dem Autodromo di Vallelunga lief es dann wieder besser. Für Linster war es jedoch der erste Besuch auf der Strecke in der Nähe von Rom. Dementsprechend schwer tat sich der Luxemburger, der darüber hinaus auch noch mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. Im ersten Rennen musste er sein Auto wegen eines Defekts an den Zündkerzen abstellen und wurde nur auf Rang 23 gewertet. Im zweiten Rennen lief es mit Platz acht dann besser.

Und auch in den kommenden Rennen zeigte die Formkurve weiter nach oben. Auf dem Autodrom Most fuhr Linster auf die Plätze sieben und vier ins Ziel. In Zolder holte sich der Luxemburger sogar seine erste Pole-Position, musste sich im Rennen aber Liam Hezemans geschlagen geben. Er stand zum ersten Mal auf dem EuroNASCAR-2-Gesamtpodium und ließ sich gebürtig feiern. Die Freude währte jedoch nicht lange, da er am Sonntag wieder “Probleme mit dem Motor” hatte. Mehr als Rang 23 war nicht drin.

Credits: Frank Reipen / Leadlap.de

Und auch beim Saisonfinale auf dem Automotodrom Grobnik, lief es nicht rund. “Das war das schrecklichste Wochenende in diesem Jahr. Es hat schlecht angefangen, schon im Freien Training hatten wir Probleme mit dem Setup”, sagt der Luxemburger. Hinzu kam, dass sein Teamkollege Niccolo Rocca im Training in die Mauer gekracht war. Dabei war offenbar mehr kaputt gegangen, dem Team gelang es aber nicht herauszufinden, wo das Problem lag.

Im ersten Rennen reichte es aber dennoch für Rang 13. Im zweiten Rennen kam Linster nach einem Unfall beim Start, er kollidierte mit dem Österreicher Patrick Schober, nur als 23. ins Ziel. “Die Strecke ist zu schnell, um ohne Heckspoiler und ohne gerades Auto mitzufahren und schnell zu sein”, betont Linster.

Trotz der durchwachsenen Saison ist der Luxemburger aber froh, wieder in der EuroNASCAR zu sein. 2023 will er sowohl in den USA als auch in Europa wieder voll angreifen. In der EuroNASCAR 2 ist das Ziel dabei klar: “Nächstes Jahr geht es auf einhundert Prozent für die Meisterschaft. Also ich komme nicht mehr hierher, um in die Top 5 zu fahren, weil ich nach Zolder weiß, dass wir es besser können!”

Der Autor / Die Autoren

Redakteur | + posts
Michael Großgarten
+ posts
Zur Webseite | + posts

Simon Mones, Michael Großgarten und André Wiegold